Anlaufstelle in Vilich-Müldorf

„Mitten im Leden“ in neuen Räumen

Das neue Stadtteilbüro des Quartiersmanagements an der Adelheidisstraße.

Das neue Stadtteilbüro des Quartiersmanagements an der Adelheidisstraße.

Vilich-Müldorf. Das Quartiersmanagement der Wohnanlage am Ledenhof zieht in ein Ladenlokal in der Adelheidisstraße. Nach dem Umbau sollen die Räume barrierefrei sein.

„Mitten im Leden“ steht demnächst noch mehr als bisher mitten im Leben: Die Behindertenwohnanlage am Ledenhof wird zum Ende des Jahres in ein inklusives Quartier umgestaltet und das Quartiersmanagement zieht Mitte Oktober in ein leerstehendes Ladenlokal in der Adelheidisstraße. „Dass wir die Räume des ehemaligen Parketthändlers Barranco anmieten können, ist ein echter Glücksfall für uns“, so Quartiersmanager Michael Heine.

Das Ladenlokal liege mitten im Herzen des Stadtteils, und man könne an dem neuen Standort mit Sicherheit noch besser mit den Bürgern in Dialog treten. Dazu trügen auch die beiden großen Schaufenster bei, die man für verschiedenste Informationen nutzen wolle: „Ich rechne zudem mit neuer Laufkundschaft, da quasi jeder, der von der Bahnhaltestelle Vilich nach Geislar will, bei uns vorbei muss.“

Der Umbau wird allerdings noch eine Weile in Anspruch nehmen, da das Lokal noch nicht barrierefrei ist. Zu hundert Prozent könne man das in den Räumen aus baulichen Gründen leider auch nicht realisieren. Aber Heine zeigte sich zuversichtlich, dass die Räume nach dem Umbau weitgehend rollstuhlgeeignet sein werden.

Ende des Jahres werden nach und nach alle Gebäude des so genannten Ledenhofs, einer Behinderteneinrichtung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), abgerissen. Die heute relativ abgeschirmte Wohnanlage wird von dem Investor Bonava in ein inklusives Quartier mit insgesamt 125 Wohneinheiten verwandelt.

Von den ursprünglich 106 Bewohnern des Ledenhofs leben aktuell noch 74 auf dem Gelände im Zentrum Vilichs: „Einen Teil der Bewohner haben wir in andere Unterkünfte vermittelt. Für die 50 Kunden, die hier in Vilich bleiben, wird sich sehr viel ändern, weil sie nicht mehr in großen Wohngruppen, sondern allein oder zu viert in Apartments wohnen werden“, erläuterte Heine.