Fußballverein TuS Pützchen

Über den Ascheplatz in Pützchen ist Gras gewachsen

Pützchen. In Pützchen kann man mit Fug und Recht sagen, dass über den Fußballplatz Gras gewachsen ist – nicht jedoch über die Fußballer, denn die haben endlich eine neue Heimat auf dem Kunstrasenplatz hinter der Beueler Gesamtschule gefunden.

„Der alte Platz ist für fußballerische Zwecke nicht mehr zu gebrauchen“, erklärt Peter Heidinger, Vorsitzender des Gesamtvereins. „Er steht jetzt für Freizeitgestaltung und natürlich für Pützchens Markt zur Verfügung.“

Man sieht es dem alten Platz an, dass da lange nichts mehr getan wurde, weder sportlich noch zur Erhaltung – Unkraut allenthalben. „Oft genug mussten wir ausweichen, weil der Platz nicht zum Fußballspielen zu gebrauchen war. Das störte den Trainings- und Spielbetrieb doch sehr“, so Heidinger. Was aber auch dazu führte, dass Spieler aller Altersklassen sich anderen Vereinen mit besseren Bedingungen angeschlossen haben.

Bei der offiziellen Eröffnung der neuen Sportanlage am 7. Juli konnte der Verein vermelden, dass der TuS sportlich bereits komplett umgezogen ist. „Jetzt sind wir endlich wettbewerbsmäßig gleichgestellt mit den Nachbarvereinen“, war von den Vereinsverantwortlichen an diesem Tag zu hören.

Doch die Container, davon einer für den TuS, sind auch nur ein Provisorium. In Planung befindet sich bereits ein Neubau auf dem Sportplatzgelände, wo unten Umkleiden sein sollen und oben ein größerer Jugendraum, der auch von der Geschäftsstelle genutzt werden kann. In zwei bis drei Jahren soll der Neubau stehen.

Was die Finanzierung anbelangt, so war von Heidinger zu hören, werde man sich seitens der Verantwortlichen selbst mit einbringen müssen. Man hoffe auch, dass durch die frühzeitige Rückgabe des alten Heims weitere Mittel in die Kassen kommen, um die Restkosten abzudecken.

Derzeit hat der TuS Pützchen vier Erwachsenen- und vier Jugendmannschaften, die jetzt diesen schmucken Platz nutzen können. Die Zufriedenheit in den Herrenmannschaften mit dem neuen Platz sei sehr gut, war zu hören. „Schon jetzt ist ein Aufwind zu erkennen, denn zahlreiche Spieler kommen wieder zurück. Ein sehr erfreulicher Trend, denn für uns wurde die Platzfrage allmählich zur Überlebensfrage“, so der Vorsitzende.

Zum Franz-Neubauer-Heim am alten Hartplatz gäbe es noch keine konkrete Planung, war von Heidinger zu hören. „Wir sind Nießbraucher dieses Hauses und selbstverständlich wird es an die Stadt zurückfallen, sobald wir hier an der neuen Anlage eine vergleichbare Heimstätte haben.“

Der Nießbrauch ist das unveräußerliche und unvererbliche Recht, die Nutzungen einer fremden Sache, eines fremden Rechts oder eines Vermögens zu ziehen. Doch bis es in einigen Jahren so weit ist, wird noch viel Schweiß auf dem neuen Platz geflossen sein.