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Einzug im Hermann-Josef-Haus
Kindern eine Perspektive geben
Von Ayla Jacob
SCHWEINHEIM. Kinder zu stabilisieren, ihre Familie in Sachen Erziehung zu stärken und die Kindswohlgefährdung zu verhindern: Das sind nur einige der Ziele, die das Team von "JuMP" (Jungen und Mädchen Perspektivklärungsgruppe) des Hermann-Josef-Hauses verfolgen. Jetzt haben die Pädagogen und ihre Schützlinge die neuen, kernsanierten Räume in Schweinheim bezogen.
Freude über die neuen Räume: (von links) Susanne Junker, Ansgar Quiske, Susanne Beckschwarte und Christina Bode. Foto: Ronald Friese
"Wir betreuen neun Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren", sagt Bereichsleiterin Susanne Junker. Aufgenommen werden etwa Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind, deren Bezugspersonen Entlastung benötigen oder deren Wohl gefährdet ist. Sie bleiben drei bis zwölf Monate im Hermann-Josef-Haus.
Es wird aber nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit ihren Eltern oder Pflegefamilien gearbeitet. Danach wird - unter anderem mit Hilfe von gerichtlichen Gutachtern - entschieden, ob die Fünf- bis Zwölfjährigen wieder zu ihrer Familie zurückkehren können, oder ob eine andere Lösung gefunden werden muss.
"JuMP" ist aus der Regelgruppe Sturmvögel hervorgegangen, sagt Junker. "Dort wurden Kinder jeder Altersgruppe langfristig untergebracht." Über einen längeren Zeitraum sei das Konzept nach und nach umgestellt worden, bis "JuMP" im Juli in seiner jetzigen Form an den Start ging, und nun auch in den renovierten Räumen auf zwei Etagen ein neues Zuhause gefunden hat.
Insgesamt gibt es "zehn bis elf Einzelschlafzimmer", so Junker. Hinzu kommt ein Multifunktionsraum, Wohn- und Esszimmer, Küche, Büro und ein Nachtbereitschaftsraum für die Erwachsenen.
Außerdem stehen der Gruppe fünf Bäder und zwei Toiletten zur Verfügung. Zurzeit werden laut Junker in der Gruppe ungefähr gleich viele Jungen und Mädchen betreut. Je nach Bedarf kann es aber auch sein, dass die Gruppe ausschließlich aus Jungen oder Mädchen besteht.
Mit neun Kindern ist die Gruppe - so wie jetzt - voll. Ausnahmen werden nur bei Geschwisterkindern oder dann gemacht, wenn ein Platz in absehbarer Zeit frei wird.
Artikel vom 24.11.2012
Stadtbezirk Bad Godesberg
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