Bundesamt für Naturschut

Die beiden Pole des Daseins - Cornelia Hartkopf zeigt ihre Werke

RÜNGSDORF.  "Die Natur als Symbol - Verrat, Vergänglichkeit und Utopie". Unter diesem Titel präsentiert die Bonner Künstlerin Cornelia Hartkopf ihre druckgrafischen Arbeiten in der Bibliothek des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Für Professor Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes, ist die Ausstellung auch "eine interessante Auseinandersetzung mit der Natur des Menschen", wie sie schon vor zahlreichen Gästen bei der Vernissage bemerkte.
Ausstellung im Bundesamt für Naturschutz: Künstlerin Cornelia Hartkopf (2.v.l.) mit Beate Jessel (r.).
							Foto: Axel Vogel
Ausstellung im Bundesamt für Naturschutz: Künstlerin Cornelia Hartkopf (2.v.l.) mit Beate Jessel (r.). Foto: Axel Vogel

Die Ausstellungen im Hause seien ihr ein besonderes Anliegen, und sie freue sich, mit der Hartkopf-Ausstellung bereits die 19. Ausstellung in der Behörde eröffnen zu können - die erste mit druckgrafischen Arbeiten, so die BfN-Chefin. Wie in der Schöpfungsgeschichte zeigt die Ausstellung den Verrat als den Ursprung der Vergänglichkeit. Dem stellt Hartkopf als utopischen Gegenpol die Fülle der zwischenmenschlichen Beziehungen und der Natur gegenüber. Ihre Bilder sollen die Betrachtenden dazu anregen, über diese beiden Pole des Daseins nachzudenken, so die Künstlerin.

Cornelia Hartkopf arbeitet mit verschiedenen drucktechnischen Verfahren. In der Ausstellung präsentiert sie vor allem Linolschnitte und Radierungen. Es sind aber auch einige in experimentellen Verfahren entstandene Werke zu sehen. "Die zum größten Teil farbig ausgeführten Darstellungen menschlicher Grundsituationen sind mit mythologischen Bezügen und symbolträchtigen Elementen aus der Natur aufgeladen. Sie werfen einen reizvollen und ungewöhnlichen Blick auf das, was die Natur den Menschen bedeutet", so Beate Jessel.

Hartkopf entstammt einer Fuldaer Bildhauerfamilie und kam schon früh mit Kunst in Berührung. Nach dem Studium und einer durch Berufstätigkeit bedingten künstlerischen Pause knüpfte sie vor zehn Jahren an die früheren Erfahrungen an. Sie bildete sich intensiv fort, besitzt seit 2005 ein eigenes Atelier mit einer hochwertigen Tiefdruckpresse und ist Mitglied der Kölner Graphikwerkstatt. Ziel ihrer künstlerischen Auseinandersetzung sei es, Aspekten der eigenen Biografie nachzuspüren und diese in reduzierter Form wiederzugeben, sagte Cornelia Hartkopf. wem

Info: Die Ausstellung kann bis zum 15. Januar während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Montag bis Freitag, 9-16 Uhr) im Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstraße 110, besichtigt werden.

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