Inklusionskindergarten

Der Grundstein ist gelegt - In Plittersdorf entsteht Bonns erster Inklusionskindergarten

PLITTERSDORF.  Der Grundstein für den neuen Sonja-Kill-Kindergarten, aus dem der erste Inklusionskindergarten in Bonn wird, ist gelegt. Nun dauert es nicht mehr lange, bis behinderte und nicht-behinderte Kinder in der Einrichtung in Plittersdorf gemeinsam lernen und spielen. "Die Grundsteinlegung ist in jeder Hinsicht ein Meilenstein.
Grundsteinlegung des inklusiven Kindergartens Sonja-Kill: (von links) Wolfgang Picken, Cordula Hombücher, Annette Schwolen-Flümann, Rosemarie Kill.
							Foto: Ronald FRIESE
Grundsteinlegung des inklusiven Kindergartens Sonja-Kill: (von links) Wolfgang Picken, Cordula Hombücher, Annette Schwolen-Flümann, Rosemarie Kill. Foto: Ronald FRIESE

Wir machen Ernst mit einem Zusammenleben ohne Barrieren", sagte Dechant Wolfgang Picken. Die Bürgerstiftung Rheinviertel, die das Pilotprojekt stemmt, setze ein Signal für gelebte Inklusion, das weit über Bonn hinaus Bedeutung habe. Für dieses "Riesen-Projekt" brauche man deswegen Unterstützung aus der Bevölkerung.

Wie berichtet, werden in der Einrichtung bisher Kinder ab zwei Jahren in zwei Gruppen betreut. Der neue Kindergarten wird größer als sein Vorgänger: Es gibt dann ein 365 Quadratmeter großes Erdgeschoss, ein 310 Quadratmeter großes Obergeschoss und eine rund 57 Quadratmeter große Spielterrasse. Gearbeitet wird mit einem offenen Konzept, die verschiedenen Räume haben verschiedene Bestimmungen. Alle Kinder haben zu allen Bereichen Zugang.

So gibt es zum Beispiel ein Atelier und ein Zimmer, in dem Psychomotorik, der Schwerpunkt des Kindergartens, auf dem Programm steht. In Zukunft werden in der Kita 45 Kinder in drei Gruppen betreut, darunter sind 15 Unter-Dreijährige und zwölf Kinder mit Behinderung. Wichtig sei, dass nicht die Behinderung im Vordergrund stehe, sondern das Kind selbst, so die Verantwortlichen.

Insgesamt investiert die Bürgerstiftung 1,5 Millionen Euro. Hilfe kommt von Sponsoren wie Solarworld und der Post, der Aktion Mensch und der Stiftung Wohlfahrtspflege. Öffentliche Unterstützung gibt es im inklusiven Bereich erst, wenn der Betrieb läuft, allerdings gibt es 153 000 Euro für die Einführung der U 3-Plätze.

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