Themenwoche Godesberger Protestanten

Den Tod ins Leben holen

PLITTERSDORF.  Es ist ein Thema, das viele Menschen verdrängen, über das kaum jemand spricht: das Sterben. Und doch gehört es zum Leben dazu. Deswegen möchten das Haus der Familie (HdF) und sein Träger, die Evangelische Thomas-Kirchengemeinde, das Sterben enttabuisieren und „dem Tod seine Natürlichkeit wiedergeben“, so Hdf-Leiterin Regina Uhrig.
Der Burgfriedhof in Bad Godesberg.
							Foto: Ronald Friese
Der Burgfriedhof in Bad Godesberg. Foto: Ronald Friese

Erreicht werden soll dieses Ziel mit der Themenwoche „leben – sterben – trauern“, die am Sonntag beginnt. Eine Woche lang, vom Volkstrauertag am 18. November bis zum Toten- oder Ewigkeitssonntag am 25. November, gibt es insgesamt 19 Veranstaltungen, darunter Gottesdienste, eine Theateraufführung, Gesprächskreise und Diskussionen. „Der Reiz der Woche ist, dass das Programm informativ, kulturell, gemeinschaftsbindend und spirituell ist“, sagt Pfarrer Oliver Ploch.

„Wir reden zu wenig über den Tod, obwohl man jeden Tag im Fernsehen jede Menge Tote sieht“, sagt Uhrig. Man müsse lernen, die Gefühle wie Trauer, Angst und Unsicherheit, die der Tod in uns auslöst, zuzulassen und nicht zu verdrängen.

Neben dem HdF und der Thomas-Kirchengemeinde beteiligen sich das N.N. Theater Neue Volksbühne Köln, das Beerdigungsinstitut Glitsch-Necke, das CBT-Haus Emmaus, das Johanniterhaus, das Haus am Redoutenpark, der Hospizverein, die Kanzlei von Tunkl & Partner, Rechtsanwältin Margret Ursprung und Pfarrerin Grit de Boer an der Themenwoche.

Der Auftakt ist am Sonntag um 9 Uhr in der Thomaskapelle, Kennedyallee 113. Um 10.30 Uhr beginnen die Gottesdienste „Das Zeitliche segnen“ in der Pauluskirche, In der Maar 7, und „Sei getreu bis in den Tod...“ in der Christuskirche, Wurzerstraße 31. Um 15 Uhr findet eine Andacht zum Gedenken an die Kriegsopfer auf dem Zentralfriedhof an der Gotenstraße statt. Und die Aufführung „Der Brandner Kaspar“ des N.N. Theaters, mit der die Themenwoche offiziell eröffnet wird, beginnt um 17 Uhr in der Pauluskirche.

Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei, die Organisatoren bitten um Spenden, um die Kosten zu decken. Das komplette Programm gibt es auch als Flyer, der im HdF, den Kirchen, Altenheimen, Büchereien und bei den Kooperationspartnern ausliegt.

Das Programm:

  • Montag, 19. November: 11 bis 12.30 Uhr, „Bestattungsvorsorge“, Beerdigungsinstitut Glitsch-Necke, Beethovenallee 8-12. 19 bis 20.30 Uhr, „Anforderungen an ein Testament“, Kanzlei von Tunkl & Partner, Am Kurpark 7.
     
  • Dienstag, 20. November: 16 bis 17.30 Uhr, Informationen über Vollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügungen, HdF, Friesenstraße 6. 19.30 bis 21.45 Uhr, Bibelabend „Wohin gehen die Toten“, HdF, Friesenstraße 6.
     
  • Mittwoch, 21. November: 9.30 bis 12.30 Uhr, „Zeit-Café: Ein Treffpunkt für Menschen mit Demenz“, CBT Haus Emmaus, Gotenstraße 84 a. 15 bis 16.30 Uhr, „Sterbende sind Lebende“, Sterben als fließender Prozess, Johanniterhaus, Beethovenallee 27-31. 15.30 bis 17 Uhr, Mittwochstreff für Trauernde, Haus am Redoutenpark, Kurfürstenallee 10. 17 bis 18.30 Uhr, „Hospizarbeit: Lebendige Begleitung am ende des Lebens“, HdF, Friesenstraße 6.
     
  • Donnerstag, 22. November: 16 bis 17.30 Uhr, Infobörse Alter, Haus am Redoutenpark, Kurfürstenallee 10. 19.30 bis 21.45 Uhr, „Trauer und Familie. Kinder trauern anders“, HdF, Friesenstraße 6.
     
  • Freitag, 23. November: 17 bis 19 Uhr, „Gottesdienst im Dialog. Altenseelsorge“, Johanniterhaus, Beethovenallee 27-31. 18 bis 19.30 Uhr, Bestattungsvorsorge, Beerdigungsinstitut Glitsch-Necke, Beethovenallee 8-12.
     
  • Samstag, 24. November: 11 bis 12 Uhr, Wohnformen im Alter, CBT-Haus Emmaus, Gotenstraße 84a.
     
  • Sonntag, 25. November: 9 Uhr, Gottesdienst, Thomaskapelle, Kennedyallee 113. 10.30 Uhr, Gottesdienst, Pauluskirche, In der Maar 7. 18 Uhr, Andacht und Begegnung für Trauernde und Getrennte, Christuskirche, Wurzerstraße 31.⋌jab
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