Quartiersmanagement in Pennenfeld

Besser leben im Ort

PENNENFELD.  Finanzierung, ein neuer Quartiersmanager und die Bewerbung für ein Forschungsprogramm: Beim Quartiersmanagement (QM) Pennenfeld tut sich einiges.
Gesichter des Quartiersmanagements: (von links) Nadine Kühle, Natalija Horn, Annette Schwolen-Flümann, Sabine Steinkühler und Franz Wilbertz.
								Foto: Ronald Friese
Gesichter des Quartiersmanagements: (von links) Nadine Kühle, Natalija Horn, Annette Schwolen-Flümann, Sabine Steinkühler und Franz Wilbertz. Foto: Ronald Friese

Die einzelnen Vorhaben:

  • Quartiersmanagement: Vor drei Jahren ging das QM Pennenfeld als Pilotprojekt an den Start. Zum ersten Mal riefen Stadt, Vebowag, Arbeiterwohlfahrt und Caritas gemeinsam ein solches Projekt ins Leben. Mit großem Erfolg. Zielsetzung des Teams um Quartiersmanagerin Natalija Horn, zu dem Nadine Kühle und Sabine Steinkühler gehören, war es, die Lebens- und Wohnverhältnisse vor Ort zu verbessern und nachhaltige Strukturen zu schaffen. Es wurde ein Nachbarschaftstreff gegründet, der sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. Ein Stadtteilfest, eine groß angelegte Befragung an den Schulen, eine Weihnachtsbaumaktion mit dem Einzelhandel, Ausflüge mit dem Awo-Bus ins Umland und Infoschaukästen sind nur einige der Projekte, die das Team angestoßen hat.

    Und es kann weitergehen: Für die nahe Zukunft ist geplant, einen Naturgarten anzulegen, gelbe Seiten für Pennenfeld aufzulegen und eine Einkaufshilfe zu etablieren. "Es sollen sich Nachbarn finden, die füreinander da sind, füreinander einkaufen", sagt Kühle. "Wir organisieren im Hintergrund." Auch für die Schüler wird etwas getan. Nach der Befragung habe sich herausgestellt, dass sie sich in Pennenfeld nicht sicher fühlen, sagte Horn. Kurzerhand wurde das Problem angepackt - und gelöst.

    Die Schüler von Gymnasien, Haupt- und Realschule wurden zusammengebracht. Es gibt Gewaltpräventionsprojekte, die Schüler sitzen bei der Aktion "Pennenfeld Life", für die es bald ein Logo geben wird, zusammen: Eine Jury muss noch den Gewinner unter den 121 Einsendungen finden. Bald gibt es eine Party für Neunt- und Zehntklässler, die die Jugendlichen weitestgehend selbst organisieren. Dabei kommt auch Unterstützung von Lehrern und Mitarbeitern der Jugendzentren, sagt Steinkühler.

    Doch egal, welches Projekt es ist, eins haben alle gemeinsam: "Uns ist wichtig, dass alles auf Wunsch der Bewohner geschieht", sagt Horn. Jeder ist also gefragt. Es ist ein Konzept, das aufgeht - und das Bestätigung findet. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hat zugestimmt, dass das Projekt für weitere zwei Jahre finanziert wird. Außerdem hat das Pilotprojekt Nachahmer gefunden: Es gibt das Stadtteilcafé am Nippenkreuz und das QM Lannesdorf/Obermehlem. Auf Dauer soll es roulierend ständig bis zu acht laufende Quartiersmanagements in Bonn geben.
     
  • Wechsel: Natalija Horn wird noch bis Februar die Geschicke in Pennenfeld lenken. Danach wird sie die Wolfsburg, eine betreute Wohnanlage in Schwarzrheindorf, übernehmen. Deren Leiter Frank Wilbertz kommt dann nach Godesberg.
     
  • Bewerbung: Im Zuge des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) führt ein Bundesinstitut für das Bundesverkehrsministerium das Forschungsfeld "Unternehmen und Stiftungen für die soziale Quartiersentwicklung" durch. Gesucht werden innovative Modellvorhaben, für die von Januar 2013 bis Mai 2015 insgesamt 370 000 Euro zur Verfügung stehen. In den Projekten sollen Verwaltung, Unternehmen und Stiftungen kooperieren; es sollte innovative, quartiersbezogene Ansätze geben. Außerdem sollen vor allem langfristige und verlässliche Aktionen unterstützt werden, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Die Lenkungsgruppe des QM hat beschlossen, an der Interessenbekundung teilzunehmen.
     
  • Lenkungsgruppe: Zur Lenkungsgruppe des QM gehören neben Horn, Kühle und Steinkühler Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann, Vebowag-Vorstand Michael Kleine-Hartlage, Heinz-Günter Benden, Abteilungsleiter beim städtischen Amt für Soziales und Wohnen, Heidi Klose (Caritas) und Hermann Tinz (Awo).

Auf dem Nikolausmarkt:

Das Team vom Quartiersmanagement Pennenfeld ist gemeinsam mit dem Stadtteilcafé Am Nippenkreuz und dem Quartiersmanagement Lannesdorf/Obermehlem einen Tag lang auf dem Nikolausmarkt vertreten. Am Freitag, 7. Dezember, verkaufen die Mitarbeiter von 11 bis 19.30 Uhr in der Vereinshütte von Stadtmarketing Bad Godesberg Selbstgestricktes, Marmelade und Selbstgebasteltes. Der Erlös des Verkaufstages kommt der GA-Aktion Weihnachtslicht zugute.

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