Neubauten an der Drachenfelsstraße

Anlieger fürchten Verkehrschaos in Pennenfeld

PENNENFELD.  So manche Anregung, viele Fragen, vor allem aber Bedenken, vorgetragen aus den Reihen der mehr als 100 anwesenden Bürger, haben am Montagabend die Bürgerversammlung in der Stadthalle geprägt. Dort ging es um das größte Bad Godesberger Wohnbauprojekt seit langer Zeit: Die geplanten Wohnhäuser auf dem Gelände des früheren Streitkräfteamtes an der Deutschherrenstraße in Pennenfeld.
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Auf großes Interesse stößt bei den Bürgern die Veranstaltung zu den geplanten Neubauten an der Deutschherrenstraße.
												Foto: Axel Vogel

Auf großes Interesse stößt bei den Bürgern die Veranstaltung zu den geplanten Neubauten an der Deutschherrenstraße. Foto: Axel Vogel

Die rund 270 geplanten Mietwohnungen der Soka Bau sollen gut und gerne 500 Neubürger beherbergen. Eine Dimension, so war den mehr als 30 Wortmeldungen am Montag zu entnehmen, die in der Nachbarschaft eher Sorgen als Aufbruchstimmung verbreitet. Dass sich in dem Gebäudekomplex an der Deutschherrenstraße auch eine Bäckerei ansiedeln soll, war dann auch schon der einzige Aspekt, der den anwesenden Anliegern vernehmbar Wohlwollen bereitete.

Für nahezu alle anderen maßgeblichen Charakteristika der künftigen "Siebengebirgsterrassen" ernteten die Vertreter von Bauherr und Planern Kritik. Die Atmosphäre der über zweieinhalb Stunden geführten und von Kerstin Hemminger (Stadtplanungsamt) moderierten Diskussion indes war durchweg sachlich, Polemik blieb die Ausnahme.

Es sind in allererster Linie die Größe der Häuser und, damit verbunden, die Zahl der potenziellen Zuzügler, die in der Umgebung für Unruhe sorgen. Gemessen daran, wie die Argumente am Montagabend akzentuiert wurden, könnte die Nachbarschaft mit der baulichen Dimension des - inklusive Dachgeschoss - fünfstöckigen Gebäudes notfalls wohl noch leben; allerdings wurde auch die Forderung einer Reduzierung um ein Geschoss sowie des Verzichts auf den "Riegelbau" entlang der Deutschherrenstraße ausdrücklich geäußert.

Die größte Furcht der Anlieger gilt jedoch dem künftigen Verkehrsaufkommen. Schon jetzt sei die Situation auf der Deutschherrenstraße angespannt, hieß es. Kämen jetzt noch rund 500 Neubürger, ihre Gäste sowie die Besucher der ebenfalls vorgesehen Kindertagesstätte mit 100 Plätzen hinzu, so würden Deutschherrenstraße und die umliegenden Parkplätze kollabieren, so ihre Überzeugung. Nicht umstimmen konnten sie die Beteuerungen von Verkehrsplaner Peter Sienko, auf der Deutschherrenstraße werde nach dem Zuzug "nicht viel passieren".

Soka-Vorstand Wolfgang Koberski hob als Qualitätsmerkmale die lange Erfahrung des Unternehmens, die überdurchschnittliche Kundentreue der Mieter und ihre Zufriedenheit hervor.

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