Obstsorte gesucht

Die Perle von Muffendorf

Bad Godesberg.  Wenn wir uns früher zu Schülerzeiten nachmittags nach Bad Godesberg aufmachten, weil wir dort mit einer Perle von Muffendorf verabredet waren, dann war selten Obst das Objekt des Interesses.

"Perle von Muffendorf", das ist vor allem aber der Name der wichtigsten Pfirsichsorte, die früher in dem Ortsteil gedieh. Muffendorf und das benachbarte Lannesdorf waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt für ihren Pfirsichanbau. Im Frühling pilgerten die Bonner und Bad Godesberger in die idyllischen Dörfer, um sich an dem Anblick der blühenden Bäume zu erfreuen.

Bis heute zeugt etwa der Straßenname "Im Pfirsichgarten" von dieser Blütezeit des Obstanbaus. Alte Beschreibungen bezeichnen die Bäume der "Perle von Muffendorf" als reich tragend. "Die Bäume waren nicht anfällig gegen die Kräuselkrankheit. Die Früchte waren mittelgroß, mäßig saftig, wenig druckempfindlich und wohlschmeckend", schreibt die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis.

Sie sucht innerhalb eines Obstsortenprojektes, das sie zurzeit gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland durchführt, nach noch vorhandenen Bäumen der "Perle von Muffendorf". "Ziel ist die Nachzucht und damit der Erhalt dieser Sorte. Aktuell sind uns keine Bäume bekannt", sagt Dieter Steinwarz von der Biologischen Station. Rückmeldungen unter Tel. 02243/847906, E-Mail: info@biostation-rhein-sieg.de.

Und die andere Perle von Muffendorf? Die lebt in einer rheinischen Metropole, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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