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Krippenspiel in der Heiland-Kirchengemeinde
Über allem leuchtet der Stern
scv
MEHLEM. Seit mehreren Jahrzehnten sorgt die illustre Spielschar des Krippenspiel der evangelischen Heiland-Kirchengemeinde in der Vorweihnachtszeit dafür, dass Jung und Alt andächtig das Geschehen im Altarraum der Kirche verfolgen.
Die Akteure des Krippenspiels haben seit November für ihren großen Auftritt in der Heilandkirche geprobt. Foto: Ronald Friese
Seit November liefen diesmal die Proben für die beiden am vergangenen Wochenende angesetzten Vorstellungen, bei denen Mehlemer und Wachtberger Kinder wieder viele Zuschauer in das Kirchengebäude an der Domhofstraße lockten.
Freudig sangen die Zuschauer gleich beim ersten Gemeindelied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" mit. Viele weitere gemeinsam gesungene Advents- und Weihnachtslieder erklangen zwischen den Spielszenen und über allem leuchtete ein großer Stern.
Im traditionellen Krippenspiel wechselten auch diesmal prophetische Texte und Texte aus den Evangelien nach Lukas und Matthäus mit den Weihnachtsliedern ab.
Die Grundlage des Krippenspiels ist das Mensa-Christgeburt-Spiel, dessen Quellen bis ins Mittelalter zurück reichen. Nach dem Ersten Weltkrieg haben Leipziger Professoren und Studenten das Spiel neu zusammengestellt und in den Dorfkirchen der Umgebung aufgeführt, um als "Honorar" Lebensmittel zu erhalten. Das hat sich inzwischen geändert. Alle Darsteller spielten auch in diesem Jahr ehrenamtlich.
Die diesmal gespielte Version des Krippenspiels wird seit mehr als einem Jahrzehnt in der Heilandkirche in der Vorweihnachtszeit aufgeführt. Als Neuerung gab es den Presbyteriums-Vorsitzenden Heinrich Fleischer, der mit seiner Trompete erstmals den Einzug der Weisen musikalisch gestaltete.
Als Maria wirkte Rosa Tielmann und als Josef Florian Budinger mit. Engel und Hirten sowie eine Flötengruppe ergänzten ansonsten das festliche Bild in der Heilandkirche. Die Leitung des Krippenspiels lag in den Händen von Ilse Fuß, die musikalische Ausgestaltung bei Dorothea Kramer.
Kantor Hans-Peter Glimpf und Dorothea Fleischer spielten die Orgel. Im Anschluss an die Aufführungen gab es vor dem Kirchengebäude Glühwein und alkoholfreien Punsch für die ausführenden Künstler und die Zuschauer.
Artikel vom 16.12.2012
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