Friedrich-List-Berufskolleg

Bildungseinrichtung hofft auf Schulpreis

BAD GODESBERG.  Das Friedrich-List-Berufskolleg ist mit 19 weiteren Schulen in die engere Auswahl für den mit 243 000 Euro datierten Deutschen Schulpreis gelangt. Alle 20 Schulen haben laut Robert-Bosch-Stiftung ein aufwändiges Bewerbungsverfahren durchlaufen und zuvor oft jahrelang an der Qualität ihrer Schulentwicklung gearbeitet.

Ab Januar werden Juryteams auch im Friedrich-List-Kolleg Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern führen sowie Unterrichtseinheiten und Projekte begutachten. Im Anschluss nominiert die Jury Ende März bis zu 15 Schulen. Neben dem mit 100.000 Euro ausgestatteten Hauptpreis werden weitere Preise in Höhe von insgesamt 143 000 verliehen.

Dass das Kolleg sein Angebot ständig weiterentwickelt, belegt auch die Mitteilung der Schule, mit zwei neuen Bildungsgängen ihr duales Bildungsangebot weiterzuentwickeln. Der Stadtrat hat vergangene Woche hierfür mit zwei Beschlüssen die Voraussetzungen geschaffen.

Mit Beginn des nächsten Schuljahres soll in den Klassen 11 und 12 der Bildungsgang einer zweijährigen Fachoberschule (FOS) angeboten werden, mit dem die volle Fachoberschulreife in nur zwei Jahren erreicht werden kann. Während die Jugendlichen in der 11 an drei Tagen pro Woche ein Praktikum absolvieren, gehen sie an den verbleibenden zwei Tagen der Woche in die Schule. Dies entspricht dem Modell der dualen Berufsausbildung.

In der 12 gibt es dann Unterricht in Vollzeit. In der Region Bonn/Rhein-Sieg ist im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung der neue Bildungsgang der einjährigen Fachoberschule Klasse 13 bislang einmalig. Er ermöglicht jungen Menschen, die bereits über die Fachhochschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, auch die Allgemeine Hochschulreife, also das Abitur zu erlangen. Der besondere Vorteil für diese vorqualifizierten Schüler ist, dass das Abitur bereits innerhalb eines Jahres erreicht werden kann. Dieses neue Bildungsangebot soll zum Schuljahr 2014/2015 starten.

"Beide neuen Bildungsgänge unterstützen das Ziel des Regionalen Übergangsmanagements Schule-Beruf, Jugendlichen den erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung, ins Studium und in den Beruf aktiv und zielgerichtet zu ermöglichen", sagt Schuldezernentin Angelika Maria Wahrheit.

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