Godesberger Rheinufer

Zu wenig Platz für Kreuzfahrtschiffe in Bad Godesberg

Das Godesberger Rheinufer in Höhe der Bastei.

Das Godesberger Rheinufer in Höhe der Bastei.

Bad Godesberg. Am Bad Godesberger Rheinufer wird in absehbarer Zeit kein Flusskreuzfahrtschiff festmachen. Eine Prüfung hat jetzt ergeben, dass zu wenig Platz vorhanden ist und auch kein Bedarf besteht.

Auf Wunsch von Bezirksvertretung und Hauptausschuss hat die Verwaltung die Anlegemöglichkeiten für Flusskreuzfahrtschiffe in Bad Godesberg geprüft. Die FDP hatte einen Ausbau der Kapazitäten angeregt, doch dafür besteht wegen der guten Anlegemöglichkeiten in Königswinter kein Bedarf, so das Ergebnis der Prüfung.

Laut Mitteilung der Verwaltung ist nur der Steiger der Köln-Düsseldorfer (KD) an der Rheinallee bedingt als Ergänzungsliegeplatz für Flusskreuzfahrtschiffe geeignet, die in der Regel eine Länge von 135 Metern haben. Der KD-Steiger hat eine Zulassung für Kabinenschiffe bis 110 Meter. Beim Anlegen eines 135 Meter langen Schiffs würde das Heck in den Rampenbereich der Fähre Godesberg-Niederdollendorf hineinragen. Auch die rheinaufwärts gelegene Anlegestelle der Personenschifffahrt Siebengebirge sei dann nicht mehr ohne Einschränkungen für Linienschiffe zugänglich.

„Die KD vermietet den Steiger jedoch an längenmäßig zulässige Kabinenschiffe, insbesondere für das Anlegen über Nacht“, berichtet die Stadt. Sie hatte bei der KD eine Stellungnahme angefordert. Der Bedarf eines weiteren Ausbaus der Kapazitäten in Bad Godesberg sei aktuell eher gering, so die Köln-Düsseldorfer, „gerade weil Königswinter fast vis-à-vis bereits über zwei Anlegestellen für 135 Meter lange und eine weitere für 110 Meter lange Schiffe verfügt, eine weitere Landungsbrücke könnte dort in Kürze noch entstehen.“

Kritische Punkte aus Sicht der Fährunternehmen sind auch die beschränkte Busanfahrt und die geringe Wassertiefe am Godesberger Ufer.