Benefizkonzert der Bürgerstiftung Rheinviertel

Winterklänge und musikalisches Feuerwerk

Paul Meyer (Klarinette), Eric Le Sage (Klavier) und Julian Steckels (Violoncello) spielten zugunsten der Bürgerstiftung Rheinviertel.

RHEINVIERTEL. Zu "Winterklängen" von Beethoven, Fauré, Brahms und Rota lud die Bürgerstiftung Rheinviertel am Samstag, 31. Januar in die schlichte, oktogonale St. Hildegard Kirche in Rüngsdorf ein.

Das musikalisch hervorragende Benefizkonzert war die erste von zahlreichen und sehr unterschiedlichen Veranstaltungen, mit denen die Stiftung in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen begehen wird. Grund zum Feiern hat die Stiftung mehr als genug: Sie hat sich zu einer fest verankerten, kraftvollen Initiative des sozialen und gemeinnützigen Engagements im Rheinviertel entwickelt. Der Erlös des Konzerts kommt in voller Höhe der Jugendarbeit der Stiftung zugute, die einen großen Stellenwert im Gesamtkonzept hat.

Jugendlichen Aufmerksamkeit schenken

Entsprechend der Überzeugung, dass "Jugendliche Aufmerksamkeit und Begleitung brauchen", beschäftigt sie zwei Jugendreferenten, die als Ansprechpartner, Betreuer, Ausbilder von Jugendleitern und Organisatoren von Freizeitangeboten fungieren. Hinzu kommt die umfangreiche und zunehmend multidimensionale Arbeit mit Kindern unterschiedlichsten Alters.

Bestritten wurde das Konzert von drei international gefeierten Musikern, jeder von ihnen ein gefragter Solist, doch auch ein großer Liebhaber der Kammermusik. Der Cellist Julian Steckel wurde 1982 in Pirmasens geboren und ist bereits Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Musikwettbewerbe. Sein Spiel ist kräftig, schnörkellos und fügt sich wunderbar in die musikalische Grundstimmung der jeweiligen Passage ein. Am Klavier saß der Franzose Éric Le Sage, ein bekannter Vertreter der Französischen Klavierschule, ein Virtuose auf seinem Instrument und Verehrer der Musik von Robert Schumann. Sein Spiel ist entsprechend subtil, einfühlsam und wunderbar harmonisch; was besonders in seiner Interpretation des Op. 120 von Gabriel Fauré zum Ausdruck kam.

Eine wunderbare Ergänzung war Paul Meyer mit seiner Klarinette. Im Elsass geboren, ist er heute der berühmteste Klarinettist Frankreichs und einer der herausragendsten weltweit, Gast aller bedeutenden Konzerthäuser. In den vergangenen Jahren machte er auch Karriere als Dirigent.

Ansteckende Freude am virtuosen Spiel

Die Hingabe und Virtuosität der Künstler bescherte ein außerordentliches Hörerlebnis. Die hohe Konzentration während des Spiels machte in den Zwischenpausen einer fröhlichen Entspanntheit der Interpreten Platz, die sich auf die Zuhörer übertrug. Die Freude am Spiel und der mitreißende Enthusiasmus, mit dem das Trio das Schlussstück für Klarinette, Violoncello und Klavier von Nino Rota anging - ein wahres musikalisches Feuerwerk - wurde vom Publikum mit stehendem, lang anhaltendem Applaus honoriert.