Vorschläge zur neuen Nutzung

Wie soll es mit dem Kurfürstenbad weitergehen?

Einsatz für das Kurfürstenbad: Die Unterstützer des Hallenbades empfingen die Bezirksverordneten mit Handzetteln und Lampions.

Einsatz für das Kurfürstenbad: Die Unterstützer des Hallenbades empfingen die Bezirksverordneten mit Handzetteln und Lampions.

BAD GODESBERG. Die Gruppe Bürger.Bad.Godesberg möchte keine Markthalle und keine Versammlungsstätte in dem Gebäude sehen. Wie es mit dem Hallenbad weitergehen soll, ist weiterhin unklar.

Das Kurfürstenbad ist zwar mittlerweile schon längere Zeit geschlossen, vergessen ist es indes noch nicht. So beschäftigte sich die Bezirksvertretung Bad Godesberg in ihrer Sitzung am Mittwochabend mit einer Großen Anfrage der CDU. Der Inhalt: mögliche Folgenutzungen für das Gebäude in unmittelbarer Nähe der Musikschule. Zum Hintergrund: Sowohl die schwarz-grün-gelbe Ratskoalition als auch die Verwaltung möchte das Bad nicht wieder eröffnen – und folgt damit dem ersten Bürgerentscheid. In diesem hatten sich die Bonner mehrheitlich für die Schließung des Bades ausgesprochen.

Die Vorschläge der Godesberger CDU hinwiederum haben jetzt den Verein Bürger.Bad.Godesberg auf den Plan gerufen. Denn eine Markthalle oder eine Versammlungsstätte für Vereine, so zwei Ideen der CDU, möchten die Mitglieder um den Vorsitzenden Joachim Schäfer dort eher nicht sehen. „Wir möchten, dass an dieser Stelle ein Bad erhalten bleibt – egal ob kernsaniert oder als Neubau“, betonte Schäfer. Denn auch die Idee, ein Kombibad in Friesdorf zu installieren, sei keine Alternative. Dies liege nur wenige hundert Meter von Dottendorf entfernt. Und sei damit für Bad Godesberg genauso dezentral gelegen wie das geplante und dann per Bürgerentscheid gestoppte Wasserland-Bad.

Die Vorschläge der Christdemokraten zum Kurfürstenbad gingen außerdem „genau in die falsche Richtung, weil sie von dem Bad ablenken“. Der Meinung ist auch die zweite Vorsitzende Anne Gronski. Eine Markthalle an der Stelle mache dem Moltkeplatz Konkurrenz; versammelten sich dort künftig Vereine schwäche dies die Stadthalle. Um ihrem Standpunkt Nachdruck zu verleihen, begrüßten die Vereinsmitglieder die Bezirksverordneten vor der Stadthalle mit blauen Lampions und einem Fernseher, auf dem Bilder aus dem Kurfürstenbad zu sehen waren. Außerdem hielten sie Schilder in den Händen. Darauf zu lesen: „Quo vadis...BV Gewählte“ – angereichert mit Fragen rund um das Hallenbad.