Abbau hat begonnen

Weihnachtscircus will wieder nach Bad Godesberg

Der Abbbau des Bonner Weihnachtscircus hat begonnen. Als Erstes packen die Arbeiter das Empfangszelt ein.

Der Abbbau des Bonner Weihnachtscircus hat begonnen. Als Erstes packen die Arbeiter das Empfangszelt ein.

Bad Godesberg. Ein letztes Mal wirbelten am Sonntag die mutigen Artisten der „The Gerlings“ aus Kolumbien durch ihre sich drehenden Todesräder. Dann gingen beim Bonner Weihnachtscircus die Lichter aus. Er will wieder nach Bad Godesberg zurückkommen.

Die Künstler, die in Hotels und eigenen Wohnwagen untergebracht waren, sind schon abgereist, für die 15 Mitarbeiter der Zirkusfamilie Fischer heißt es aber nun noch eine Woche lang anpacken. Ohne Gummistiefel geht das nicht. Denn die Rigal'sche Wiese befand sich laut Sprecher Thomas Lenz schon vor dem Gastspiel in einem schlechteren Zustand als erwartet.

„Der Rasen wurde vor einem halben Jahr erst eingeebnet. Es gab keinen festen Grund“, sagte er am Dienstag. Doch so schlimm wie die Ackerfläche im vergangenen Jahr in Beuel sei es nicht gewesen. Die Fischers bestellen nun fürs Frühjahr einen Landschaftsbauer, der alles wieder neu einsät. Auf Rollrasen werde dabei verzichtet, weil dieser nicht so gut anwachse, so die Veranstalter.

Abgebaut wird von innen nach außen: Erst ist die Technik an der Reihe, dann packen die Arbeiter das Empfangszelt ein. Alles kommt in die Lagerhalle nach Euskirchen, wird das Jahr über hier und da vermietet.

Der Weihnachtscircus hatte in den vergangenen Jahren seine Spielstätten immer wieder gewechselt. Es sei nicht gut, jedes Mal woanders zu sein, meinte Lenz. So seien diesmal einige Besucher zum Beispiel zunächst irrtümlich nach Beuel gefahren. „Wir wollen gerne wiederkommen“, sagt der Sprecher zum Standort Bad Godesberg. Auch weil die Atmosphäre mit all den Lichtern auf der Wiese besonders schön gewesen sei – was viele Besucher bestätigt hätten. Bester Platz sei aber immer noch der vor der Beethovenhalle: „Damit sind die anderen nicht vergleichbar“, sagt Lenz. Probleme mit Strom oder Wasseranschluss gab es keine. Nur der Parkplatz an der Rigal'schen Wiese sei für die An- und Ablieferung etwas problematisch gewesen.

Nach Angaben der Veranstalter kamen in diesem Jahr etwa genauso viele Gäste wie im vergangenen. Nachmittags vor allem viele Kinder. „Letzte Woche war extrem gut besucht“, sagt Lenz. Es habe viel positive Resonanz gegeben, auch über Facebook. 1500 Zuschauer passten in das Zelt, in dem neben den „Gerlings“ vor allem das Duo Vladimir begeisterte, als die beiden Handakrobaten auf ihren Messern balancierte.

Die Kinder hatten ihren Spaß mit den Clowns und den lustigen Basketballspielern. Absolut ausverkauft war die Vorpremiere, als Artisten und Karnevalisten in der Manege standen. „Das soll es wieder geben“, sagt Lenz. Er kann sich aber vorstellen, dass die Veranstaltung in die reguläre Spielzeit integriert wird.

„Es war eine arbeitsreiche, aber vor allem eine erfüllende Saison in diesem ersten Jahr auf der Rigal'schen Wiese. Unser Dank gilt allen Gästen, die uns seit mittlerweile elf Jahren die Treue halten, den vielen Bonner natürlich, aber insbesondere auch den Bad Godesbergern, die uns mit offenen Armen empfangen haben“, sagte Zirkusdirektor Manuel Fischer, der jetzt schon nach Artisten für das nächste Winterprogramm sucht.