2019 feiert die Missionszentrale der Franziskaner 50-jähriges Bestehen

Von Godesberg aus Hilfe für die ganze Welt

Beim Auftakt der Wanderausstellung in der Albertus-Magnus-Kirche: David Reusch (l.) und Pater Professor Johannes .

Beim Auftakt der Wanderausstellung in der Albertus-Magnus-Kirche: David Reusch (l.) und Pater Professor Johannes .

PENNENFELD. Die Missionszentrale der Franziskaner (MZF) ist auf der ganzen Welt bekannt und hilft jährlich mit über 700 Projekten notleidenden Menschen in mehr als 70 Ländern.

"Doch hier in Godesberg kennt uns kaum jemand", beklagt der Leiter Pater Matthias.

Damit sich das ändert und vor dem Hintergrund des anstehenden 50. Geburtstags der Missionszentrale, hat die MZF ihren Webauftritt grundlegend überarbeitet und jetzt die Wanderausstellung "In Franziskus Fußstapfen" eröffnet, die bis zum Jubiläumsfest im kommenden Jahr jeweils für eine Woche in den 13 katholischen Kirchen des Kirchengemeindeverbands Bad Godesberg präsentiert wird.

Begleitet von einem Auftakt- oder Abschlussgottesdienst unter Leitung eines Franziskanerbruders, der gemeinsam mit MZF-Mitarbeitern anschließend für Fragen zur Verfügung steht. Seit diesem Mittwoch ist sie zu Gast in der Kirche Sankt Andreas in Rüngsdorf, Andreasstraße.

Die Ausstellung spannt einen inhaltlichen Bogen vom Leben und Wirken des Bettelmönchs über seine gegenwärtige Bedeutung bis hin zu den aktuellen Aktivitäten der Franziskanerinnen und Franziskaner sowie den Aufgaben des MZF. "Für einige Besucher ist es eine Auffrischung", meint der Theologische Referent Pater Professor Johannes.

"Und manche entdecken, was sie noch nie von Franziskus gehört haben." Denn Franz von Assisi war in jungen Jahren alles andere als ein Heiliger, bevor er zu Gott fand und seine Sicht auf die Welt grundlegend änderte. "Er ist für mich der Mann der Armen und der Mann des Friedens", begründete einst Papst Franziskus seine Namenswahl .

Die MZF finanziert sich ausschließlich aus Spenden und hat 2017 für mehr als zwölf Millionen Euro Projekte gefördert. "Wir haben überwiegend Kleinprojekte mit einem Volumen von bis zu 10 000 Euro, damit diese von den Menschen vor Ort getragen werden können", berichtet der Kaufmännische Direktor David Reusch.

So wie 20 Wassertanks für das kenianische Kabira, dank derer die Kinder nicht mehr täglich zur Wasserquelle laufen müssen und mehr Zeit für die Schule haben. "Anträge werden von dort lebenden Franziskanerinnen und Franziskanern an die MZF gestellt, die nach erfolgreicher Vergabe das Projekt mit Unterstützung der MZF vor Ort begleiten", erläutert Reusch.

Ein Vergabekriterium sieht eine Eigenleistung von 20 Prozent vor, die in Form von Arbeitsstunden aufgebracht werden kann, zur "Stärkung des Selbsthilfewillens und der eigenverantwortlichen Mitwirkung der Menschen vor Ort", wie es in den Leitlinien für die Projektvergabe heißt. "Das ist der genossenschaftliche Gedanke", so Reusch.

Neben Hilfsprojekten betreibt die MZF auch Bildungsarbeit, organisiert Begegnungsreisen und bietet Stellen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) an. Außerdem hat das Hilfswerk vor neun Jahren einen eigenen Investmentfonds mit ethisch-nachhaltigen Geldanlagen ins Leben gerufen.

Im kommenden Jahr feiert die MZF ihr 50-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen wie dem Jugend-Franziskustag im Februar, einem internationalen Symposium im Gustav-Stresemann-Institut im März sowie der dreitägigen Jubiläumsfeier im September.

Alle Termine und weitere Infos gibt es im Internet unter www.mzf.org.