Schauspielhaus im Stadtpark

Verein ist gegen Abriss der Godesberger Stadthalle

Bad Godesberg. Der Verein Bürger.Bad.Godesberg lädt zu einer Podiumsdiskussion über die Schauspielhauspläne im Kurpark ein. Die Vereinsmitglieder wollen sich ein Bild von der Stimmungslage in der Bürgerschaft machen.

Nach Bekenntnissen aus der Politik und vom Verein Bad Godesberg Stadtmarketing für ein Mehrspartenhaus für Oper und Theater im Bad Godesberger Kurpark sowie dem Wunsch, alle Möglichkeiten zu prüfen, mischt sich nun auch der Verein Bürger.Bad.Godesberg in die Debatte ein. Wie berichtet, geht es dabei auch um die Zukunft der Stadthalle, die ab 2020 saniert werden soll. Oder vielleicht – wenn der Denkmalschutz aufgehoben wird – für einen Schauspielneubau abgerissen wird.

Die Diskussion der Varianten betrachtet der Verein „mit Sorge“, vor allem, wenn es um den Stadthallenabriss geht. „Sollte dies realisiert werden, käme auch das Kleine Theater „unter die Räder“, denken Joachim Schäfer, Anne Gronski und Sabine Köhne-Kayser. „Wir nehmen aufgrund unserer vielen Begegnungen im und um den Trinkpavillon herum unmittelbar den Wert der Stadthalle als denkmalgeschützten Veranstaltungsort und als Begegnungsstätte wahr.“ Zudem habe die Halle durch das Godesberger Programm der SPD eine Bedeutung innerhalb der „Wege der Demokratie“ und sollte nach Meinung des Vereins auch ein „Wege-Punkt“ sein. Die Bürger.Bad.Godesberg wollen nun die Bürgermeinung hören und bieten ein Hearing für Mittwoch, 29. November, ab 17.30 Uhr im Trinkpavillon (Kurpark) an. Geplant sind kurze Stellungnahmen der Teilnehmer auf dem Podium und die gebündelte Beantwortung von Teilnehmerfragen.

Zugesagt haben bisher die Werkstatt Baukultur, Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine, der Förderverein Kammerspiele, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Generationen-Netzwerk, Vertreter des Deutsche Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Stadthallenpächter Thomas Weiermann und andere. Angefragt sind auch Politiker der Bezirksvertretung Bad Godesberg und Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke.

Zuletzt hatte die CDU für das Mehrspartenhaus geworben, wünscht sich aber zusätzlich Tagungsräume unter demselben Dach. Vom Kleinen Theater kam schon vorher eine Absage: Intendantin Bettina Montazem kann sich nicht vorstellen, dass man neben einem großen Schauspielhaus existieren könne. Derzeit laufen noch die Vertragsverhandlungen zur Übernahme des Kleinen Theaters. Walter Ullrich will das Haus aus Altersgründen in neue Hände geben.