Wachtberg

Turnhalle Berkum bekommt neue Fassade

Die Sanitäranlagen in der Berkumer Turnhalle haben schon bessere Tage gesehen. Hier zeigt Hausmeister Harald Frank die zum großen Teil verkalkte Waschrinne.

Die Sanitäranlagen in der Berkumer Turnhalle haben schon bessere Tage gesehen. Hier zeigt Hausmeister Harald Frank die zum großen Teil verkalkte Waschrinne.

Wachtberg. Der Ausschuss für Infrastruktur und Bau der Gemeinde Wachtberg bewilligt zusätzliche 206 000 Euro für die Sanierung. Auch der Eingang soll neu gestaltet werden.

Wenn die Dreifachturnhalle in Berkum schon saniert werden muss, dann richtig. Der Ausschuss für Infrastruktur und Bau der Gemeinde Wachtberg ist am Mittwochabend den Anregungen von Architekt Kay Künzel und der Verwaltung gefolgt und hat einstimmig zusätzliche 206 000 Euro bewilligt. Damit werden der separate Zugang zum Hallenbereich für Lehrer und Trainer, eine kombinierte Zink-Holzfassade und die Neugestaltung des Haupteingangs als sinnvolle Erweiterung der Gesamtmaßnahme finanziert. Die Baukosten erhöhen sich auf insgesamt rund 2,6 Millionen Euro.

Künzel zeigte in der Sitzung verschiedene Ansichten der Halle, wie sie nach der Sanierung aussehen könnte. Innen müssen die Holzverkleidungen und Wandpolster aus Brandschutzgründen ausgebaut werden. Die Halle soll stattdessen hell gestrichen und mit einem neuen Prallschutz versehen werden, der auch die Akustik verbessert. Vorgeschrieben sind außerdem neue Fenster zur Entlüftung bei Rauch. Der Nachteil: An der Südseite können sie zur Erwärmung der Halle und zu Gegenlicht für die Sportler führen. „Hier ist noch eine Diskussion mit den Nutzern nötig“, sagte Künzel.

Der Architekt regte außerdem an, im Zuge der Bauarbeiten auch den Haupteingang für Turnhalle, Hallenbad und Restaurant sowie die Außenanlagen neu zu gestalten. „Wir müssen ohnehin die Kanalrohre erneuern und das Pflaster aufnehmen“, erklärte Künzel. Deshalb sei es sinnvoll, die Fläche neu zu gestalten und Trampelpfade zu befestigen. Der neue Vorplatz könnte auch für Außengastronomie genutzt werden.

Weil die Betonkonstruktion der Halle viele Dehnungsfugen hat, rät Künzel nicht zu einer Putzfassade, sondern zu einer langlebigen Zink-Holzfassade, für die er Zusatzkosten von rund 83 000 Euro veranschlagt. Ein Entwurf mit unterschiedlich hohen Zinkelementen soll Spannung erzeugen, Vorbild waren die Höhenunterschiede der Wachtberger Berge. Als Alternative zeigte der Architekt noch eine gewellte Holzfassade, die ebenso nachhaltig, aber noch einmal 15 000 Euro teurer wäre. Der Ausschuss war einstimmig für die Zink-Holz-Kombination, deren genaue Gestaltung damit aber noch nicht entschieden ist. Helga Frohberg (FDP) hatte zunächst für einen hellen Anstrich plädiert. Sie wünschte sich eine ruhigere Fassade.

„Wir bekommen für relativ wenig Aufpreis viel Gewinn“, sagte Volker Gütten (CDU). Er dankte für die detaillierten Planungen und Kostenaufstellungen. „So bekommen wir keine Bonner Verhältnisse, wo es nach den Planungen viel teurer wird“, meinte Gütten.

„Der Eingangsbereich macht zurzeit einen sehr traurigen Eindruck“, findet Roswitha Schönwitz (SPD). Sie regte an, die Freifläche künftig naturnah zu gestalten. Hans Schacknies (SPD) lobte die geplanten Verbesserungen: „Es ist ein sehr exponiertes Bauwerk für Wachtberg. Wir sind mit der Maßnahme auf dem richtigen Weg.“