Haribo-Museum

Stadt gibt das Projekt nicht auf

Bad Godesberg. Aus Sicht der Verwaltungsspitze soll die Absage des Süßwarenherstellers nicht das letzte Wort gewesen sein

War's das endgültig mit dem Haribo-Erlebnispark mit Museum im Godesberger Norden? Wie berichtet, hat das Unternehmen mitgeteilt, von den Plänen abgerückt zu sein. Als Grund nannte ein Sprecher den hohen Aufwand, den die geltenden rechtlichen Bedingungen für Parkraum etwa für Reisebusse, für Verkehrsführung und Lärmschutz mit sich brächten.

Dabei waren die Gespräche zwischen dem Süßwarenhersteller und der Stadt bereits weit gediehen. "Die Verwaltung steht den Überlegungen sehr positiv gegenüber", äußerten sich Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe und Bauordnungsamtsleiter Willy Dormagen am Mittwoch noch sehr hoffnungsvoll. Zu dem Zeitpunkt hatte Haribo das Projekt aber bereits für erledigt erklärt.

Die Verwaltungsspitze hingegen will nun weiter um das Projekt kämpfen: "Wir bleiben mit Haribo im Gespräch", sagte Stadtsprecherin Monika Hörig gestern dem GA. Zwar sei es aus Sicht der Verwaltung irritierend gewesen, von dem Stimmungsumschwung bei Haribo aus der Zeitung zu erfahren.

Es könne aber nicht die Konsequenz sein, dass nun auch die Stadt sofort "den Rolladen zumacht", so Hörig. Auch Bad Godesbergs Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann hofft, "dass der Gesprächsfaden noch nicht vollständig abgerissen ist, zumal schon großartige Vorarbeiten geleistet wurden und eine anderweitige Nutzung des Areals nicht feststeht".