Konzept zur Rettung

So soll das Kleine Theater in Bad Godesberg überleben

Das Team: (v.l.) Stefan Heinze, Eva Sewing, Klaus Weise und Pitt Hoffmann.

Das Team: (v.l.) Stefan Heinze, Eva Sewing, Klaus Weise und Pitt Hoffmann.

Bad Godesberg. Das Team um Generalintendant Klaus Weise stellt sein Konzept zur Rettung vor. Die Zahlung des Kaufpreises wollen die vier Akteure sich teilen und das Gebäude dann sanieren.

Sie wollen das Kleine Theater in Bad Godesberg nicht nur kaufen, sondern auch den Spielbetrieb aufrechterhalten: Das Team um den ehemaligen Generalintendanten Klaus Weise nennt erstmals Details für den Fortbestand des „kleinen Schmuckstücks im Kurpark“. Im Zuge der Suche nach einem Nachfolger für den im Sommer scheidenden Theaterleiter Walter Ullrich haben sich neben Weise die Philosophin Eva Sewing, der Ingenieur Stefan Heinze und der Immobilienberater Pitt Hoffmann zusammengefunden und wollen sich den Kaufpreis von 410.000 Euro gerecht aufteilen, wie Sewing sagt.

Man wolle die Immobilie erwerben und sanieren. Doch das stehe nicht allein im Mittelpunkt, wie es eine Godesbergerin jüngst bei der Vorstellung des Konzepts von Mitbewerber Frank Oppermann – er will das Theater pachten – gemutmaßt hat (der GA berichtete). „Unsere Absicht ist es, mit einem unterhaltenden Spielplan das vorhandene Publikum weiterhin zu begeistern und ein neues hinzuzugewinnen – durch Komödien, Klassiker, musikalische Werke, Boulevard, Volksstücke und, für die Internationalität der Stadt nicht unwichtig, Aufführungen in englischer und französischer Sprache“, teilen Weise und seine Mitstreiter mit. Sie wollen das Haus demnach 15 Jahre lang bespielen, „und wenn das klappt, weitere 15 Jahre“, so die vier. „Wir sehen das als Bürgerengagement“, so Sewing. Das sei „Grundpfeiler unserer Gesellschaft“. Es sei niemals um Bereicherung gegangen.

Die Verkaufsverhandlungen der Stadt hätten zu sehr strikten Bedingungen geführt: Gemeint ist das Rückkaufsrecht der Immobilie, falls länger als sechs Monate keine kulturelle Nutzung stattfindet. Selbst wenn die Gruppe nach 15 Jahren das Gebäude wieder verkaufen wollte, hat die Verwaltung stets ein Vorkaufsrecht. Die Gruppe wünscht sich, dass Theater und Park auch nach den Vorstellungen belebt sind. „Dazu soll die Gastronomie aufgewertet werden und eine neue Bar entstehen.“ In der könnten auch Lesungen oder Musikvorführungen stattfinden. Man wolle der Tristesse um die Kurfürstliche Zeile herum entgegenwirken. Der Stadtrat berät das Thema am 11. Dezember.