Lyngsbergschule in Lannesdorf

Schüler verschönern mit Pflanzpaketen ihr Umfeld

Pflanzlöcher ausheben: Gemeinsam machen sich die Kinder der Wald AG der Lyngsbergschule ans Werk. FOTO: RONALD FRIESE

Pflanzlöcher ausheben: Gemeinsam machen sich die Kinder der Wald AG der Lyngsbergschule ans Werk.

29.10.2015 LANNESDORF. Um heimische Vögel anzulocken, halfen 13 Kinder der Wald-AG der Lyngsbergschule kräftig mit, als auf ihrem Schulhof eine Vogelschutzhecke aus Felsenbirne, Schlehe, Johannisbeere und wilden Rosen gepflanzt wurde.

Unter fachkundiger Anleitung von Roland Migende, Förster im Ruhestand, Lehrerin und Leiterin der Wald-AG Ruth Karaismail und Silke Höfler vom Quartiersmanagement Lannesdorf/Obermehlem wurden die von der VR Bank in Lannesdorf und der Initiative Bildungscent gespendeten Pflanzpakete professionell unter die Erde gebracht.

Bereits eine Woche zuvor beteiligte sich die VR-Bank in Lannesdorf mit einer Spende aus Gewinnsparmitteln an einer ersten Bepflanzung der an der Schule bereits vorhandenen Blumenkästen mit blühenden Stauden für Bienen und Schmetterlinge. Ein sonniges Plätzchen bekamen dort zum Beispiel Jakobsleiter, Hain-Salbei, Kissenaster und Fetthenne.

"Mit unseren Aktivitäten im Rahmen der Wald-AG wollen wir auch unsere Verbundenheit zum Wald dokumentieren. Eine positive Mentalität zur Natur ist darüber hinaus auch Grundlage unseres Zusammenlebens. Die Achtung vor der Natur ist sehr wichtig", meinte Waldpädagoge Roland Migende. "Natürlich ist es auch schön zu sehen, dass die Kinder richtig Spaß daran haben", kommentierte Silke Höfler die Pflanzaktion.

Die Wald-AG, in Kooperation mit dem Quartiersmanagement, ist Teil des Projekts "Aktion Wald", das durch die Initiative Bildungscent gefördert wird. Dabei erhalten Kinder mit Unterstützung ihrer Lehrer einen erfahrungs- und handlungsorientierten Zugang zur Natur.

Ziel ist es, dass Kinder ein Verständnis für den Lebensraum Wald, den Erhalt der biologischen Vielfalt und deren Bedeutung für die Herausforderung des Klimawandels und Umweltschutzes entwickeln. "Dazu gehört beispielsweise auch das Kennenlernen verschiedenster Baumarten", so Migende. "Dazu sammeln wir Früchte wie Eicheln, Nüsse und Bucheckern. Und die Kinder sollen lernen, dass das, was da von den Bäumen fällt, kein Müll ist", meinte der passionierte Förster.

Mit Ausflügen in die Natur, selbst gestaltetem Unterrichtsmaterial und einer interkulturellen Natur-Kunst-Aktion sollen demnächst vor allem die Kinder mit Migrationshintergrund angesprochen werden. (wem)