60 Jahre: Priesterjubiläum von Pfarrer Roman Mensing

Ruheständler voller Tatendrang

Jubiläumsmesse für Roman Mensing (Bildmitte, hinter dem Mikrofon stehend).

Jubiläumsmesse für Roman Mensing (Bildmitte, hinter dem Mikrofon stehend).

BAD GODESBERG. Den seltenen Anlass des Diamantenen Priesterjubiläums galt es am Sonntag in Bad Godesberg zu feiern.

Mit einem großen liturgischen Einzug begleiteten Jubilar Roman Mensing neben Pfarrer Wolfgang Picken weitere Bad Godesberger Seelsorger in die Frieden-Christi-Kirche am Tulpenweg. Dort gestalteten die Kirchenchöre Caecilia Lannesdorf und Jubilate Deo unter anderem mit dem Kyrie aus der Missa in D von Thomas Linder die festliche Eucharistiefeier zu Ehren des Prälaten Roman Mensing. Der Geistliche wurde am 5. Juni 1957 in Paderborn zum Priester geweiht.

"Wir freuen uns, mit Prälat Mensing dieses besondere Jubiläum zu feiern. Wir verbinden dies mit dem Dank für seinen engagierten Dienst als Priester auch in Bad Godesberg. Wir hoffen, dass er uns noch lange als Seelsorger und Ratgeber erhalten bleibt", sagte Godesbergs Pfarrer Wolfgang Picken.

Auf dem Heiderhof fand er sein zweites Zuhause

Der Ortsteil Heiderhof ist Roman Mensing ans Herz gewachsen. Hier wollte er seinen Ruhestand verbringen, doch es wurde in den vergangenen mehr als 21 Jahren, in denen der Prälat hier wohnt, eher ein Unruhestand - als Ruhestandsgeistlicher engagierte er sich oft im Gemeindeleben mit.

Der frühere Pfarrer Helmut Powalla hatte Roman Mensing nach dessen Umzug auf den Heiderhof gebeten auszuhelfen, wenn es sein zeitlicher Rahmen zuließ. Aber in der ersten Zeit war dies überhaupt nicht so einfach.

Mensing war nach seiner letzten Tätigkeit als Oberstudiendirektor/Schulleiter am St. Ursula-Gymnasium in Attendorn noch bis zum Jahr 2001 Beauftragter für die Schulseelsorge an den katholischen Schulen in freier Trägerschaft im Erzbistum Paderborn.

Zudem hatte ihn Papst Johannes Paul II. vor mittlerweile 35 Jahren zum Päpstlichen Ehrenkaplan ernannt. Roman Mensing unterstützte die seelsorgerischen Aktivitäten in den vergangenen Jahren in der Gemeinde St. Martin und Severin trotz seiner inzwischen 86 Jahre.

Ganz besonders verlief die Zusammenarbeit mit Pfarrer Powalla, den Mensing nach dessen frühen Tod mit zur letzten Ruhestätte geleitete.

Seine Predigt gestern widmete Roman Mensing dem Dreifaltigkeitsfest. Der Theologe ist zusätzlich sehr interessiert an gelebter Ökumene und erinnert sich spontan an den jüngsten ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag mit anschließendem Gemeindetreff, einer ganz besonders erfolgreichen Veranstaltung zwischen katholischer und evangelischer Kirche auf dem Heiderhof. (scv)