Theater in der IBIS

Robin Hood und seine starken Männer

Schüler der Independent Bonn International School führen das Kindermusical "Robin and the Sherwood" auf.

Schüler der Independent Bonn International School führen das Kindermusical "Robin and the Sherwood" auf.

Bad Godesberg. Die Schüler der Independent Bonn International School bringen eine Neuinterpretation der Geschichte des berühmten englischen Gesetzlosen auf die Bühne. Dabei gab es viel zu Lachen.

In einer aufwendigen Produktion haben etwa 45 Schüler der Independent Bonn International School (IBIS) das Musical „Robin and the Sherwood Hoodies“ auf die Bühne gebracht. Gleich zwei Mal führten sie das Stück für die 5. bis 7. Klasse am Donnerstag auf Englisch in der Aula ihrer Schule auf. Alle Einnahmen wurden dem gemeinnützigen Verein Torus in Bonn gespendet, der sich um Familien mit schwerstbehinderten Kindern und Jugendlichen kümmert.

Zunächst beginnt die Geschichte ganz klassisch: Der Sheriff von Nottingham kreuzt im Sherwood Forest auf und eröffnet seinen Bewohnern, dass King John schon wieder die Steuern erhöht habe. Bald müsse man auf alles Steuern zahlen, auf das Haus, die Tür, den Schornstein, beschwert sich einer der Dörfler. Nein, der Schornstein koste nichts, meint der Sheriff: „It's on the house“ (er geht auf's Haus).

Es sollte bei Weitem nicht der einzige Scherz bleiben. Immer wieder brachten die Schauspieler das Publikum mit wohlüberlegtem Wortwitz zum Lachen.

"Wir singen, wir tanzen, wir schauspielern"

Maid Marion ist verzweifelt. In der Zeitung findet sie neben einer Anzeige für leicht müffelnde Socken eine Anzeige der „Merry Men“, eine Söldnergruppe wie sie vermutet, die sie kurzerhand engagiert, um King John eins auszuwischen. Die Szene wechselt: Die „Merry Men“ rund um Robin, Friar Tuck und Much Muscles befinden sich im Training. Doch was ist das? Zeitgenössischer Tanz und Ketchup als Kunstblut?

„Wir singen, wir tanzen, wir schauspielern – und wir haben umwerfende Strumpfhosen“, freut sich Robin. Diese Männer sind keine Soldaten, sondern Unterhalter.

Und so nahm das (Komödien-) Drama seinen Lauf. Unterbrochen wurden die Szenen immer wieder von Tanz- und Gesangseinlagen. Mal sang ein Kind solo, mal alle 45 Kinder zusammen. Textsicher und mit großer Freude dabei waren sie alle. Die „Merry Men“ schafften es zunächst, den Sheriff und seine Schergen zu vertreiben.

King John ließ aber nicht locker, und so landeten die Helden und Maid Marion am Ende doch im Kerker. Mit der Kraft der Musik schafften sie es, ihre Hinrichtung zu verhindern und bewiesen: Man muss kein Superheld sein, um die Jungfrau in Nöten retten zu können.