Skulpturen und Malerei im Glaskarree

Rheinische Künstler mit Ausstellung in Bad Godesberg

Die ausstellenden Künstler Francisco Correa Lira und Sebastian Maier sind in vielen Punkten gegensätzliche Pole.

Die ausstellenden Künstler Francisco Correa Lira und Sebastian Maier sind in vielen Punkten gegensätzliche Pole.

Bad Godesberg. Die rheinischen Künstler Francisco Correa Lira und Sebastian Maier zeigen im Glaskarree Skulpturen und Malereien rund um den Baum. Von geplanten und spontanen Kunstwerken.

Der eine malt Bäume, der andere macht Figuren daraus. Francisco Correa Lira und Sebastian Maier zeigen in der Galerie Holzskulpturen und Malereien. Die Ausstellungseröffnung „Holzig – Maderoso“ am Freitagabend im Glaskarree in der Burgstraße war gut besucht.

Correa „pflanzt“ die Bäume akkurat in Reih und Glied in plantagenartige Landschaften. „Um diese Bilder zu erschaffen, muss ich durch die Wüste gehen“, so der Bonner Künstler. Seine Arbeiten seien gut durchdacht, bis ins Detail konstruiert und dann male er, stundenlang. „Zum Teil ist es wirklich eine sehr langweilige Arbeit“, so Correa. Er malt vier Stunden am Tag und das über Wochen manchmal Monate hinweg an lediglich einem Bild.

Seine Werke erinnern an Tapeten oder dekorative Muster. In den rhythmischen Monokulturen versteckt der Künstler subtile politische Aussagen, wie Abgrenzung, Flucht und Vertreibung oder die Umweltproblematik.

Maier wirkt dazu wie ein Gegenpol. Der Sankt Augustiner zeigt Holzskulpturen, die er erst einmal mit der Motorsäge aus dem Stamm herausarbeitet. Danach bekommen die vollfigürlichen, lebensgroßen Objekte durch fein geschliffene Porträts ihre eigene Persönlichkeit. Tiefe Furchen, die sich wie Labyrinthe durch die Gesichter der Figuren ziehen, zeichnen Maiers Arbeit aus. „Durch die Arbeit mit der Kettensäge gebe ich den Skulpturen eine spannende Oberfläche, als wären sie mit dem Pinsel gemalt“, so Maier. Maier arbeitet sehr viel spontaner: „Ich schaue mir das Holz an und entscheide“, erklärt der gelernte Tischler. Die Arbeit mit Holz sei oft eine Überraschung.

Und so befinden sich die beiden Künstler oft an gegenüberliegenden Polen. Verbunden fühlen sie sich vor allem durch die Liebe zu Chile. Correa ist in Chile geboren, studierte dort Produktdesign. Maier lebte viele Jahre in Chile, arbeitete als Ausbilder in einer Tischlerei. „Wir haben sogar eine gemeinsame Bekannte in Chile“, so Maier.

Die Werke der rheinischen Künstler sind bis zum 26. November im Glaskarree des Kunstvereins Bad Godesberg montags zwischen 19 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag zwischen 15 bis 17 Uhr zu sehen.