Stadt unzufrieden mit Bauunternehmen

Pfützen auf der Rigal'schen Wiese trotz Sanierung

Trotz Sanierung bilden sich auf dem Parkplatz der Rigal'schen Wiese Pfützen, sobald es geregnet hat. So auch Freitag.

Trotz Sanierung bilden sich auf dem Parkplatz der Rigal'schen Wiese Pfützen, sobald es geregnet hat. So auch Freitag.

BAD GODESBERG. Auf der Rigal'schen Wiese steht weiter Regenwasser auf dem Parkplatz. Im Frühjahr soll der Boden ausgetauscht werden. Die Verwaltung will außerdem ein Verbotsschild für Wohnmobile aufhängen.

Eigentlich sollte der Park-and-Ride-Platz an der Rigal'schen Wiese mittlerweile in gutem Zustand sein. Doch obwohl das Areal bereits 2017 umfangreich saniert wurde, bilden sich nach wie vor an einigen Stellen große Wasserlachen, wenn es regnet. Auch Nacharbeiten in den Herbstferien vergangenen Jahres brachten keinen Erfolg. Grund genug für den Bürger Bund Bonn (BBB) bei der Verwaltung den aktuellen Stand der Dinge abzufragen. Und auch in den anderen Fraktionen gab es Redebedarf, wie sich in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung zeigte. Dabei ging es auch um Lastwagen und Wohnmobile, die nach wie vor auf dem Parkplatz stünden, obwohl dies nicht mehr gewünscht sei.

Zur Erinnerung: Die Verwaltung war mit den Arbeiten der zuständigen Firma 2017 nicht zufrieden. Die Folge: Es musste auf Kosten des Unternehmens nachgebessert werden. So wurde im Oktober 2018 eine weitere Asphaltschicht eingebaut, die Parkplätze „wurden mit Schotter an die neue Asphaltdecke angearbeitet“, so die Verwaltung. Mit einfachen Mitteln habe man versucht, eine Verbesserung herbeizuführen. „Das hat auch geklappt.“

Dennoch habe man nach Abschluss der Sanierung festgestellt, „dass das Wasser an fünf Stellen zu langsam versickert“, teilte die Stadt zur Sitzung mit. Grund dafür sei der Boden, der nicht durchlässig genug sei. Noch in diesem Frühjahr soll Abhilfe geschaffen werden, und zwar mit einer sogenannten Sickerrigole. „Es erfolgt also ein Austausch des wasserundurchlässigen Bodens gegen einen durchlässigen Kies“, so die Erklärung. Das Problem: „Die beauftragte Firma ist nicht sehr motiviert, an den fünf Stellen zu arbeiten“, hieß es von der Verwaltung in der Sitzung. Grund dafür seien Streitigkeiten um einen Teilbetrag der insgesamt rund 215.000 Euro teuren Maßnahme.

Schuld an der Misere seien auch die Lastwagen und Wohnmobile, die das Areal nach wie vor nutzen, hieß es von den Bezirksverordneten. Nicht nur, dass diese dringend benötigte Parkplätze blockierten, durch das Gewicht komme es außerdem zu einer Bodenverdichtung. „Darin sehen wir kein Problem“, so die Verwaltung.

Dennoch werde man handeln. Der Vorschlag: Ein von den Bezirksverordneten gefordertes Schild „Wohnmobile verboten“ werde schnellstmöglich aufgehängt – möglich sei es innerhalb einer Woche. „Dazu kommt ein Klappschild, das die Einfahrt auf Fahrzeuge für bis zu 7,5 Tonnen begrenzt“, so die Verwaltung. Der Vorteil: Dieses könne abdeckt werden, wenn Veranstaltungen anstünden. Denn dass Karnevalisten oder Vereine den Parkplatz weiter nutzen sollen, darin war sich das Gremium einig.

Dem Vorschlag des BBB, einen Höhenbalken zu installieren, um Lastwagen die Einfahrt zu verwehren, erteilte die Verwaltung eine Absage. „Dann würden die Fahrzeuge von Bonnorange nicht mehr auf den Parkplatz kommen.“ Das aber sei notwendig, damit die dort stehenden Container geleert werden können.

Schließlich einigten sich die Bezirksverordneten auf folgendes Vorgehen: Zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung im Juni soll die Verwaltung aktuelle Informationen zum Stand der Sanierungsarbeiten vorlegen.