Katholische Kirchengemeinde Bad Godesberg

Personelle Veränderungen in der Rheinviertel-Gemeinde

Bad Godesberg. Auf Kaplan Martin Reimer folgt Alexander Krylov. Pfarrer Wolfgang Picken sieht „schmerzlichen Abschied und frischen Wind“.

Ein Kaplan und ein Jugendreferent gehen, ein Pfarrvikar wechselt und eine zusätzliche Schwester kommt: „Das Seelsorgeteam im Rheinviertel steht vor größeren personellen Veränderungen“, kündigte Pfarrer Wolfang Picken am Freitag in einer Pressemitteilung an.

Nach fünf Jahren als Kaplan von St. Andreas und Evergislus ist Martin Reimer (44) von Rainer Maria Kardinal Woelki zum Pfarrer in Lindlar im Bergischen Land ernannt worden. Es war laut Picken ein absehbarer Wechsel, da Reimer ohnehin schon ein Jahr länger als gedacht in Bad Godesberg gewesen sei. Reimer, der aus Bonn stammt und zuvor Forstwirtschaft studiert hatte, lag die Begleitung von Angehörigen Verstorbener am Herzen. Seit zwei Jahren kümmert er sich um orientalische Christen unter den Flüchtlingen.

Neuer Kaplan wird Professor Alexander Krylov. Er wurde 1969 als Sohn einer russisch-deutschen Familie geboren und ist seit 2000 deutscher Staatsbürger. Krylov studierte Geschichte, Psychologie und Wirtschaft und promovierte in Philosophie und Psychoanalyse in Moskau. Es war erst Professor in Berlin, bevor er 2011 sein Theologiestudium für das Erzbistum Köln aufnahm. Nach der Priesterweihe 2016 war Krylov in Kaarst tätig. „Wir heißen den neuen Kaplan herzlich willkommen und freuen uns auf einen Mann mit einem reichen Erfahrungsschatz und Wissen“, so Pfarrer Picken.

Pfarrvikar Wolfgang Biedaßek wechselt

Einen weiteren Wechsel gibt es innerhalb des Bad Godesberger Seelsorgebereichs. Pfarrvikar Wolfgang Biedaßek wechselt nach einem Jahr innerhalb des Seelsorgebereichs vom Rheinviertel ins Südviertel. Dort besetzt der Pfarrvikar nach dem Weggang von Pater Samuel die zweite Priesterstelle. „Solche Umbrüche schmerzen zunächst, weil sie Abschied bedeuten und liebgewonnene Gewohnheiten beenden. Aber sie sind immer auch eine Chance, weil neue Mitarbeiter mit ihren Begabungen und Ideen frischen Wind in die Gemeinde und die Bürgerstiftung Rheinviertel bringen“, so Picken.

Jugendreferent Stefan Rachow (37) verlässt nach zehn Jahren Bad Godesberg, um ins Ausland zu gehen. Die Bürgerstiftung Rheinviertel hatte seine Stelle geschaffen, um die Jugendarbeit wiederzubeleben. Rachow organisiert unter anderem die Ferienfreizeiten und startet an diesem Samstag mit 160 Jugendlichen ins Salzburger Land. Nachfolger Johannes Hotze (32) ist da bereits mit dabei. Der gebürtige Essener hat einen Master in Katholischer Religion, Philosophie und Erziehungswissenschaften.

Schwester Carmen Reifenscheid kommt

Neu ins Rheinviertel kommt Schwester Carmen Reifenscheid. Die 70-Jährige gehört seit 1973 der Gemeinschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach an. Die gelernte Erzieherin und Gemeindereferentin war zuletzt fünfzehn Jahre in einer Kirchengemeinde in Gelsenkirchen tätig. Nach dem Eintritt in den Ruhestand habe sie sich entschieden, ehrenamtlich in der Seelsorge des Rheinviertels mitzuwirken, teilte die Gemeinde mit. „Für uns kam das Angebot überraschend. Wir freuen uns über die kompetente Verstärkung unseres Teams und das zusätzliche Ordensengagement“, so Picken. Die Dernbacher Schwestern sind seit 150 Jahren in Bad Godesberg im Einsatz, unter anderem im Markusstift und im Hermann-Josef-Haus.

Der Festgottesdienst zu Abschied und Begrüßung findet am Sonntag, 3. September, ab 11 Uhr in St. Andreas in Rüngsdorf statt.