Vorfälle am Karnevalsfreitag an der Stadthalle

Pannen bei Alaaf-Party

Die Stadthalle in Bad Godesberg.

Die Stadthalle in Bad Godesberg.

Bad Godesberg. Die Alaaf-Party, bei der es am Karnevalsfreitag zu einem Polizeieinsatz kam, beschäftigte am Mittwochabend die Bezirksvertretung. In einem Dringlichkeitsantrag wollten die Grünen offene Fragen beantwortet wissen. Dem kamen Polizei und Verwaltung nach Kräften nach.

2014 seien bei der Alaaf-Party erstmals Probleme beim Einlass bekannt geworden, teilte die Stadt nach Rücksprache mit der Polizei mit. Damals musste die Polizei „im Bereich der Warteschlange vor dem Einlass zur Stadthalle regulierend eingreifen“. Daraufhin habe man die Veranstaltung 2015 präventiv begleitet. Damals mit Erfolg.

Auch 2016 sei man unterstützend vor Ort gewesen. „Der Einlass begann um 19.30 Uhr. Für uns war das etwas zu spät“, sagte Ralf Rheidt, Leiter der Bad Godesberger Polizeiwache. Um 20.15 Uhr habe die Polizei das erste Mal eingreifen müssen, da massives Gedränge geherrscht habe. Lautsprecherdurchsagen der Beamten seien ignoriert worden – teils wegen des Gedränges, teils weil die Jugendlichen stark alkoholisiert gewesen seien. Eine Polizeikette habe versucht, die Drängelnden zu trennen, man habe die Security aufgefordert, schneller zu kontrollieren. Auch diese Maßnahmen hätten nicht zum Erfolg geführt.

Polizei: Mussten "etwas härter durchgreifen"

Deswegen habe man „etwas härter durchgreifen“ müssen, sagte Rheidt. Dass aber Polizisten Hilferufe nicht ernst genommen oder die Jugendlichen gar verhöhnt hätten, wie es einige Gäste dargestellt hatten, entspreche nicht der Wahrheit. Schließlich entspannte sich die Lage um 21.30 Uhr, nachdem die aufgestellten Gitter entfernt worden waren und die frei gehaltenen Fläche am Haupteingang der Stadthalle mit genutzt werden konnte. „Dann konnte die Security wieder eigenständig an der Tür agieren, was vorher nicht möglich gewesen ist“, so Rheidt.

Am Abend selbst habe es keine Anzeigen gegeben, im Nachgang seien acht eingegangen, davon fünf Diebstähle. Einige Geschädigte hätten vor Ort Panikattacken erlitten, um die sich der vom Veranstalter organisierte Rettungsdienst gekümmert habe, so Rheidt. Niemand habe ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Mittlerweile hat es nach Auskunft von Polizei und Stadt eine Nachbesprechung mit dem verantwortlichen Gastronomen sowie einer Vertreterin des Veranstalters gegeben. Man habe Anregungen gegeben, damit die Feier im nächsten Jahr gut ablaufe, so die Stadt. Es soll ein Konzept erarbeitet werden, das Polizei und Ordnungsamt dann prüfen.