Verein Lebensqualität im Alter

Neuer Kochtreff für demenzkranke Personen in Pennenfeld

Betreuen die Demenzkranken jetzt regelmäßig bei einem Kochtreff: (stehend von links) Frank Wilbertz, Marlene Wiedey, Doris Wedeling und Sabine Eschenauer.

Pennenfeld. Der Verein Lebensqualität im Alter, der in unmittelbarer Nähe des Quartiersmanagements Pennenfeld eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke anbietet, hat sein Angebot um einen Kochtreff erweitert. Er findet zweimal im Monat mittwochs im Nachbarschaftstreff des Quartiersmanagements, Maidenheadstraße 20, statt.

Zusammen mit Betreuern kochen die pflegebedürftigen Menschen, die an leichter bis mittelschwerer Demenz erkrankt sind, altbekannte Gerichte. So wurden in den vergangenen Wochen bereits ein winterliches Grünkohlgemüse oder eine kräftige Gemüsesuppe zubereitet.

Zwischen 11 und 14 Uhr kauft die Gruppe gemeinsam ein, richtet zusammen das Essen an, deckt den Tisch und isst gemeinsam. Dabei sollen alltägliche Abläufe wie das Einkaufen oder das Erstellen von Speiseplänen sowie das Tischdecken und Spülen angewandt werden. Außerdem spielt der gesellige Aspekt eine große Rolle. In der Gemeinschaft bietet sich die Gelegenheit, sich an verschiedene Rezepte zu erinnern und sich auszutauschen.

Da besonders die visuellen Eindrücke bei Demenzkranken sehr wichtig sind, wird das Rezept an einem Flipchart angeschrieben und mit Bildern versehen, so dass jeder weiß, was zu tun ist. Unter fachlicher Anleitung von geschulten Helfern werden dann individuell und fähigkeitsorientiert die Tätigkeiten durchgeführt.

Das neue gemeinsame Angebot des Quartiersmanagements und des Vereins Lebensqualität im Alter ist offen für den ganzen Stadtteil. Da Menschen mit Demenz rund um die Uhr Unterstützung brauchen, bietet dieser Kochtreff die Möglichkeit, pflegende Angehörige von Demenzkranken zu entlasten. In der Zeit des Kochtreffs sind die Teilnehmer gut betreut, so dass die Angehörigen Zeit zum Einkaufen oder einfach einmal Zeit für sich selbst haben, um neue Energie zu tanken.

Die Ehrenamtskoordinatorin des Vereins Lebensqualität im Alter, Birgit Steinfath, schätzt vor allen Dingen das familiäre Umfeld, das in der Wohngemeinschaft für Demenzkranke herrscht. "Es ist wichtig, Kontinuität einzuführen. Die Bewohner haben mit dem Kochtreff eine neue Möglichkeit zusammenzukommen. Sie kennen die Räume und die Betreuer, so dass sie dort eine gewisse Regelmäßigkeit vorfinden." In der seit drei Jahren bestehenden WG ist zu jeder Zeit eine Betreuung durch die Caritas gewährleistet.

Außerdem wurde in den vergangenen Monaten die "Naturinsel Pennenfeld" geschaffen. In diesem angelegten Naturgarten wird ebenfalls sehr auf die Bedürfnisse von Demenzkranken eingegangen. So sind beispielsweise alte Obstbaumsorten und Sträucher zu finden, die die Bewohner an alte Zeiten erinnern. "Wir versuchen, dass die Bewohner bei allen Aktivitäten dabei sind. So haben wir gemeinsam den Garten angelegt und das Sommerfest zusammen gefeiert", sagt Quartiersmanager Frank Wilbertz.

Die Arbeit des Quartiersmanagements lebt von der Kooperation verschiedener Organisationen. So sind neben der Vebowag unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas und der Verein Lebensqualität im Alter an der Arbeit beteiligt. "Da der Stadtteil Pennenfeld kaum eine Infrastruktur hat, haben wir es uns zum Ziel gemacht, diesen Umstand zu ändern. Nächste Woche werden wir im Ort einen Weihnachtsbaum aufstellen - bisher hat es das in diesem Stadtteil nicht gegeben. Für Donnerstag, 19. Dezember, lädt der Nachbarschaftstreff zu einem bunten Spielnachmittag für Erwachsene ein.

 

@ Das gesamte Programm des Quartiersmanagements Pennenfeld kann im Internet unter www.zuhause-im-pennenfeld.de eingesehen werden.