Vebowag baut in Bonn-Plittersdorf

Montessori-Kindergarten wird abgerissen

Das Gebäude fällt zusammen wie ein Kartenhaus: Der Bagger hat mit dem Abriss des ehemaligen Montessori-Kindergartens begonnen.

Das Gebäude fällt zusammen wie ein Kartenhaus: Der Bagger hat mit dem Abriss des ehemaligen Montessori-Kindergartens begonnen.

Plittersdorf. Ein Bagger reißt derzeit den Montessori-Kindergarten in der amerikanischen Siedlung ab. Dieses Vorhaben stand lange Zeit wegen des vorhandenen Denkmalschutzes in der Kritik. Nun baut die Vebowag neu.

Viel Widerstand hat der ehemalige Montessori-Kindergarten nicht geleistet. Wie ein Kartenhaus fiel das Gebäude in der amerikanischen Siedlung zusammen, als am Mittwoch ein Bagger mit den Abrissarbeiten begonnen hat.

Wie berichtet, lässt die Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG (Vebowag) das denkmalgeschützte Haus aus den 50er Jahren entfernen und durch ein neues ersetzen. Dem hatte die Untere Denkmalbehörde nur zugestimmt, weil es im Baugebiet einen hohen Bedarf an Betreuungsplätzen gibt.

An dem Standort werden auch künftig Kindergartenkinder unterkommen. Sie werden in vier Gruppen betreut – eine für Kinder unter drei Jahren und drei für Kinder über drei Jahren. Wie Marc Dittmann, Technischer Leiter bei der Vebowag, in einer vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung erläuterte, wird das 912 Quadratmeter große Gebäude nicht unterkellert.

Begrünung des Dachs

Das Dach mit einer Fläche von 875 Quadratmetern soll „extensiv begrünt werden und möglichst ohne Dachaufbauten auskommen“, sagte Dittmann. 1 500 Quadratmeter Spiel- und Freifläche runden das Bild ab. Dass das Vorhaben etwas größer wird als im Bebauungsplan vorgesehen, hatte die Stadt abgesegnet – ebenfalls mit dem Verweis auf den Mangel an Betreuungsplätzen.

Das eingeschossige Haus wird durchgängig 4,15 Meter hoch sein, der Altbau wies Höhen von 3,30 bis 4,78 Meter auf, so Dittmann. Neben den Gruppen-, Differenzierungs- und Nebenräumen werde es außerdem einen Personalbereich, sanitäre Anlagen, Küche und einen Mehrzweckraum für kleinere Veranstaltungen geben.

„Das Gebäude wird massiv errichtet, die Holzfassade vorgelegt“, sagte der Technische Leiter in der Sitzung. Die Fenster werden nach außen farbig gestaltet, „vermutlich in einem Grünton“, hieß es.

Integration des zweizügigen Kamins

Im Bau sollen Elemente der Hicog-Siedlung (Allied High Commission, Alliierte Hohe Kommission) Plittersdorf aufgenommen werden, darunter Pergolen, erläuterte Dittmann. Der zweizügige Kamin aus Naturstein, der in dem alten Gebäude enthalten ist, werde in die Kita integriert. Das sei eine Auflage der Unteren Denkmalbehörde. „Wir wollten ihn eigentlich abtragen und an anderer Stelle 1:1 aufbauen.“