Neues Grafitto an der Rheinallee

Mickey Mouse trifft Einhorn

Graffitikünstler Bennie Sobala (weißes T-Shirt) und die Jugendlichen aus dem One World Café setzen letzte Farbakzente am neuen Kunstwerk.

Graffitikünstler Bennie Sobala (weißes T-Shirt) und die Jugendlichen aus dem One World Café setzen letzte Farbakzente am neuen Kunstwerk.

Bad Godesberg. Der Parkplatz zwischen Sparkasse und Kinopolis ist die letzte Brachfläche nach dem Godesberger Tunnel- und U-Bahnbau. Wo früher die Stadtbahnen oberirdisch zur Haltestelle Rheinallee einfuhren, landet jetzt Mickey Mouse auf einem unbekannten Planeten mit grünen Pilzen.

Jugendliche des One World Cafés haben das Kunstwerk entworfen und mithilfe von Graffitikünstler Bennie Sobala auf eine zuvor triste Wand gebracht. „Es hat für mich etwas Generationenübergreifendes“, sagte Susanne Heyd vom Godesheim, die gemeinsam mit Heiko Born vom Hermann-Josef-Haus als Trägervertreterin gekommen war. In der Tat: Der alte Comicheld trifft auf ein poppiges Einhorn, das kleinen Mädchen gefallen wird.

„Die Jugendlichen können auf dem Papier sehr gut malen, an der Wand sind sie noch unerfahren“, sagte Sobala. Er zeigte ihnen, wie sie mit der Sprühdose 3D-Effekte zaubern können und wie sich mit Hilfe von Klebeband gerade Abgrenzungen ziehen lassen. Auch der Unterschied zwischen legaler Kunst und illegaler Sachbeschädigung war Thema beim Workshop am Freitagnachmittag. An das große Format und den breiten Farbstrahl der Sprühdosen mussten sich die Jugendlichen gewöhnen und eine ruhige Hand beweisen.

Gelegenheit das Stadtbild mit zu gestalten

Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Hillevi Burmester freute sich über das bunte Ergebnis. „Es sind ganz unterschiedliche Stile zu erkennen. Gut dass das, was darunter war, endlich weg ist“, sagte sie. „Die Gelegenheit, das Stadtbild mitzugestalten, ist toll“, fand Katrin Zimmer, pädagogische Leiterin des One World Cafés. Letztlich machten die zehn besten Entwürfe das Rennen. Die Jugendlichen hatten darüber in ihrem Treffpunkt im Hansa-Haus abgestimmt.

Die bunte Mauer ist ein kleiner Baustein eines viel größeren städtebaulichen Projekts. Laut Christian Schäfer, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg, beschäftigt sich ein Arbeitskreis weiterhin mit der Umgestaltung des gesamten Areals am Ende der Rheinallee. Für das kommende Jahr sei dafür auch Geld in den Haushalt eingestellt.