Ferienfreizeit mit 160 Jugendlichen

Messdienerschar aus Godesberg im Salzburger Dom

Vor dem Salzburger Dom: die 160 Kinder und Jugendlichen, die an dem Tag noch Schloss Hellbrunn besichtigen.

Vor dem Salzburger Dom: die 160 Kinder und Jugendlichen, die an dem Tag noch Schloss Hellbrunn besichtigen.

Bad Godesberg/Wagrain. Die Jugendlichen der Gemeinde im Rheinviertel haben am Sonntag in Salzburg für Aufsehen gesorgt: mit einem riesigen Messdieneraufgebot.

Dort ist gerade Festspielwoche, zu der auch die Orchestermesse im Dom gehörte. Als sich um 10 Uhr die Sakristeitüre öffnete, trauten viele Gläubige ihren Augen kaum: Ein Messdiener nach dem anderen schritt in die Kirche. Erst bei 100 hörte diese Prozession auf. Niemand habe mit dieser Masse an Ministranten gerechnet, sagte Pfarrer Wolfgang Picken. „Das hat man nicht alle Tage.“

Es waren sogar 160 Kinder und Jugendliche aus Bad Godesberg im Dom, die momentan ihre Ferienfreizeit in Wagrain verbringen. Allerdings war es einfach nicht möglich, entsprechend viele Messdienergewänder mitzunehmen, so dass 60 Bonner in den Kirchenbänken saßen. Der Domkapitular hätte nach dem Gottesdienst am liebsten schon ein paar Jugendliche da behalten, „weil die gar keine Ministranten haben“, so Picken.

Immer mehr Teilnehmer

Die Godesberger im Alter von zehn bis 24 Jahren sind vor gut einer Woche aufgebrochen und bleiben noch bis Freitag in Österreich. Es handelt sich bereits um die zwölfte große Ferienfreizeit, zu der sich in den Anfangsjahren 30 Teilnehmer anmeldeten.

Doch Jahr um Jahr wurden es mehr. Drei hauptamtliche Jugendreferenten betreuen die Gruppe, zu der auch die 50 Jugendleiter gehören. „Die haben das ganz, ganz toll im Griff“, sagt der Pfarrer. Die ganze Zeit gebe es eine schöne Stimmung und Atmosphäre, keine Spannungen. Das Programm ist so voll, dass keine Langeweile aufkommt.

Übernachtung auf dem Gipfel

Die Hälfte des Tages wird nach Altersgruppen getrennt etwas unternommen. Bei der anderen Hälfte gibt es Arbeitsgruppen für Sport, Tanzen, Malen, Zeichnen und Spielen. Bis Donnerstag ist Picken dabei, der mit den Jugendlichen wandern geht.

Mit den 40 Ältesten geht es am Dienstag auf ein Gipfelplateau, wo alle in einer Berghütte übernachten werden. Oben werden unter freiem Himmel auch Messen gefeiert, morgens und abends gibt es geistliche Impulse, zum Teil von den Teilnehmern selbst gestaltet.

Nach dem Auftritt am Sonntag ging es weiter zu den Wasserspielen von Schloss Hellbrunn. Die Ferienfreizeiten gehen immer abwechselnd ans Meer und in die Berge. Ob es dann 2018 aber wieder Sylt sein wird, steht jetzt noch nicht fest.