Tödliche Verletzungen in Bonn

Mann soll geschlossene Bahnschranke ignoriert haben

Bonn. Am späten Mittwochabend ist ein Mann auf einem Bahnübergang in Bad Godesberg von einer Regionalbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Nach ersten Ermittlungen deutet vieles auf einen Unglücksfall hin.

Nach einem tödlichen Bahnunfall, bei dem am Mittwochabend in Friesdorf ein 32-jähriger Mann ums Leben kam, dauerten am Donnerstag die Ermittlungen der Polizei an. Nach Informationen des GA deutet vieles auf einen Unglücksfall hin. Der Mann soll allein unterwegs gewesen sein und einen Bahnübergang bei geschlossener Schranke überquert haben.

Gegen 21.45 Uhr war der 32-Jährige am Mittwochabend auf dem Bahnübergang am Winkelsweg von einem Zug der Regional-bahn 26 erfasst worden, die von Köln nach Koblenz unterwegs war. Wegen der polizeilichen Ermittlungen war die Bahnstrecke zwischen Mehlem und dem Bonner Hauptbahnhof für zwei Stunden gesperrt, was für viele Reisende Verzögerungen bedeutete. Erst gegen Mitternacht wurde die Strecke wieder freigegeben. In der Zwischenzeit pendelten die Züge der Linie RB 48 zwischen Köln und dem Bonner Hauptbahnhof. Die Linie RE5 wurde ab Köln Süd über Troisdorf umgeleitet, die Haltestellen zwischen Köln Süd und Koblenz Stadtmitte fielen aus.

Der Bahnübergang am Winkelsweg ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Dass die vermeintlich gute Übersicht in die Trasse Verkehrsteilnehmer zum Überqueren bei geschlossener Schranke verleiten kann, weiß Bernd Möller zu berichten. Der 67-Jährige besitzt einen Kleingarten in Sichtweite. „Ich sehe immer wieder, dass dort jemand im letzten Augenblick oder etwas später durchschlüpft. Oft hört man auch, wie ein heranrauschender Zug plötzlich gellend pfeift“, berichtet er. Das Überqueren geschlossener Bahnschranken kann empfindliche Bußgelder von mehreren hundert Euro nach sich ziehen. Die Polizei rechnet mit endgültigen Ermittlungsergebnissen frühestens an diesem Freitag.