Lotsenpunkte eröffnen im nächsten Jahr

BAD GODESBERG. Der Katholische Kirchengemeindeverband Bad Godesberg will seine bestehenden Angebote besser vernetzen und so niederschwellige Anlaufpunkte für Hilfesuchende im Stadtteil schaffen. Deshalb hat sich der Gemeindekirchenverband nun erstmals zu einer Caritaskonferenz getroffen.

Dechant Wolfgang Picken und Caritaslotsin Anne Mäsgen hatten dazu vierzig Vertreter ehrenamtlicher Gruppen und professioneller Dienste im Bereich der katholischen sozialen Arbeit in Bad Godesberg eingeladen.

"Wir wollen Angebote dafür schaffen, dass Hilfesuchende schnell die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Diese Orte nennen wir Lotsenpunkte", erläutert der Dechant das Projekt in einer Mitteilung. Ehrenamtliche Lotsen sollen hier als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und Betroffene durch das System der Hilfe begleiten. "Damit wir effektiv helfen und unterstützen können, knüpfen wir ein Netzwerk und ergänzen es durch neue Initiativen und Angebote", erklärt die Caritaslotsin Mäsgen. Dabei ist auch eine Kooperation mit Diensten und Institutionen nichtkatholischer Träger angedacht.

Neben dem Lotsenprojekt in Bad Godesberg gibt es 15 andere Seelsorgebereiche im Erzbistum, die ähnliche Vernetzungen planen. Die Teilnehmer der Konferenz unterstützten die Idee der Lotsenpunkte. Das Team um die Lotsin Anne Mäsgen, zu dem auch die Mitglieder des Caritasausschusses des Pfarrgemeinderates gehören, greift nun die Impulse der Konferenz auf und arbeitet sie in das bestehende Konzept ein.

"Es wird künftig weitere Caritaskonferenzen geben", kündigt Mäsgen an. Auf diese Weise soll das Netzwerk weiter geknüpft und verfeinert werden. Konkret soll es im zweiten Halbjahr eine Unterkonferenz geben, an der die verschiedenen Gruppen der ehrenamtlichen Initiativen im Seelsorgebereich teilnehmen sollen. Bereits im neuen Jahr sollen die Lotsenpunkte als Anlaufstellen eröffnen, teilt Picken mit.