Gemeindebücherei Frieden Christi überreicht vom Land gestiftete Medienboxen

Lesestoff für kleine Bücherwürmer

Büchereileiterin Hiltrud Junge (r.) überreicht den Kitas Medienboxen.

Büchereileiterin Hiltrud Junge (r.) überreicht den Kitas Medienboxen.

Heiderhof. Für die Kinder des katholischen Kindergartens Frieden Christi gehört der monatliche Besuch der hauseigenen Gemeindebücherei zum willkommenen Pflichtprogramm, um neuen Lesestoff auszuleihen.

Am Donnerstag wurde die Vorschulgruppe gemeinsam mit Kindern der städtischen Kita Metzental von der Büchereileiterin Hiltrud Junge mit Frühstück und Bastelaktionen empfangen.

Grund war die offizielle Überreichung von drei Medienboxen mit Bilder- und Vorlesebüchern sowie CDs - gestiftet vom Land NRW, um das Sprach- und Leseverhalten von Kita-Kindern gezielt zu fördern.

"Wir hatten uns im vergangenen Jahr für dieses Projekt beworben und den hierfür notwendigen Kooperationsvertrag mit den beiden Kitas abgeschlossen", berichtet Junge.

Da die Gemeindebücherei außerdem die Mindestöffnungszeit von sechs Wochenstunden erfüllte, erhielt sie den Zuschlag. "Die Medienboxen leihen wir den Kitas für vier Wochen aus, wobei eine Verlängerung möglich ist", so die Leiterin.

Nach etwa drei Monaten können die Boxen dann auch an andere Kindergärten verliehen werden. Allein im Erzbistum Köln gingen bei diesem NRW-Förderprojekt 450 Medienboxen an 87 Büchereien und von dort hauptsächlich an katholische und städtische Kitas und Familienzentren.

Welchen Themenschwerpunkt die etwa 24 Medien pro Boxen haben sollten, konnten die Kitas selbst bestimmen. Frieden Christi wählte "Religion" und "Wald".

"Weil das die Schwerpunkte in unserer Einrichtung sind", erläuterte die stellvertretende Leiterin Silke Wehenkel. Hier fanden sich neben Kinderbibeln auch Buchtitel wie "Vom Taufen kriegt man nasse Haare" oder "Weißt Du, wo die Baumkinder sind?"

Die von Dagmar Naß geleitete Kita Metzental will nach den Osterferien mit zwei neuen Lesepaten starten und hatte sich für die Medienbox "Gefühle" mit Büchern wie "Knut hat Wut" entschieden.

"Die Kinder wissen oft nicht, wie sie ihre Gefühle ausdrücken können, oder trauen sich nicht", berichtete Ergänzungskraft Helga Schell. Außerdem ginge es darum, Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit den Büchern zu lernen.

"Aber keine Blätter rausreißen", mahnte dann auch gleich zu Anfang der fünfjährige Anton. Lorenz (6) schaute sich vor dem Frühstück lieber erst einmal alle Bücher, die auf drei Tischen ausgelegt waren, ganz genau an.

"Ist der Nikolaus nett?", wollte er wissen, während Lara (5) zielstrebig auf den Titel "Bist du krank, Rolli-Tom?" mit den bekannten TV-Figuren Nulli und Priesemut zuging. "Den hab' ich schon mal geguckt", verriet sie.