Telekom Baskets an der Otto-Kühne-Schule

Lange Beine können auch hinderlich sein

Schüler Yannick (vorne) gibt den Takt vor und kann Profi-Basketballer Alexander Möller hinter ihm im Ruderboot noch einiges beibringen.

Schüler Yannick (vorne) gibt den Takt vor und kann Profi-Basketballer Alexander Möller hinter ihm im Ruderboot noch einiges beibringen.

Bad Godesberg. Sechs Spieler der Telekom Baskets haben das Päda besucht und eine Ruderpartie auf dem Rhein gewagt. Eine Herausforderung war, die Beine im engen Ruderboot unterzubringen.

. Immer wieder hatte Alexander Möller mit einem Problem zu kämpfen, das ihn aus dem Takt brachte: Fürs Rudern hat der 2,08 Meter große Center der Telekom Baskets schlichtweg zu lange Beine. „Ich stoße immer mit den Griffen gegen meine Knie.“ Da musste er am Montag durch, als er in eins der Boote des Rudervereins der Otto-Kühne-Schule (Päda) stieg und sich von dem Vorsitzenden Jan Wachendorff auf dem Rhein in die Materie einführen ließ.

Das Ganze war eine „Highlight-Einheit“ zum Saisonauftakt im Rahmen des Projektes „Baskets at School“. Dafür besuchen schon seit einigen Jahren immer wieder Spieler Bonner Schulen, um zum Beispiel mit Schülern Basketball zu trainieren. Das machen sie schon seit einigen Jahren, und auch am Päda wurden im Lauf des Nachmittags noch viele Körbe geworfen. Aber zunächst ging es auf den Rhein, und da waren die Profis mal die Schüler, die sich von den jugendlichen Mitgliedern des schulischen Rudervereins zum Beispiel erklären ließen, wie man in so ein Ruderboot einsteigt.

Möller war einer von sechs Spielern, die mitgekommen waren: Ebenfalls dabei waren Josh Mayo, TJ DiLeo und Yorman Polas Bartolo sowie die Neuzugänge Ron Curry und Julian Jasinski. Jeder wurde in ein anderes Boot gesetzt, dann begannen die Erklärungen: Über Wasser ist das Ruderblatt waagerecht, im Wasser senkrecht, immer gleichmäßig rudern und so weiter. Möller hatte anfangs Schwierigkeiten mit der Koordination der Abläufe, fand aber irgendwann seinen Rhythmus. „Das sind schon ganz andere Bewegungen“, stellte der Basketballer fest. Aber anstrengend fand er den Ausflug nicht.

So ging es zweimal stromauf- und abwärts. Die Rudereinheit war neu im „Baskets at School“-Programm, sagte der Leiter des Telekom-Konzernsponsorings Stephan Althoff. Es sei ganz gut, wenn die Spieler auch mal andere Sportarten ausprobierten. Die freuten sich, dass sie anschließend wieder in ihrem Element sein und Päda-Schülern in der Sporthalle etwas über Basketball beibringen konnten. Dabei half ihnen auch Michael Pappert, ehemaliger Basketball-Nationalspieler und Sportlehrer der Schule. „Basketball hat eine große Tradition an den Bonner Schulen“, so Althoff. „Wir wollen die Jugendlichen damit für den Sport begeistern.“

Yannick (13), der mit Möller im Boot saß und als Frontmann ein wenig den Takt vorgab, mag diese Sportart, war auch schon öfters bei Spielen der Telekom Baskets. Er rudert seit drei Jahren und absolvierte diese kleine Nachmittagsübung mit Leichtigkeit, aber einen Profi-Sportler hatte er noch nicht an Bord – eine Premiere also, auf die er schon stolz war. „Ich konnte ihm auch etwas erklären.“