Offizielle Eröffnung

Kunstrasen sorgt beim 1. FC Ringsdorff-Godesberg für Aufbruchstimmung

Fußbälle für den Trainingsbetrieb überreichte zur Eröffnung des Kunstrasenplatzes der Vertreter des Fußballkreises Bonn, Uwe Scheifgen (r.), im Beisein von Oberbürgermeister Ashok Sridharan und der Bad Godesberger Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke an den Vorsitzenden des 1.FC Ringsdorff-Godesberg, Thomas Knieps.

Fußbälle für den Trainingsbetrieb überreichte zur Eröffnung des Kunstrasenplatzes der Vertreter des Fußballkreises Bonn, Uwe Scheifgen (r.), im Beisein von Oberbürgermeister Ashok Sridharan und der Bad Godesberger Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke an den Vorsitzenden des 1.FC Ringsdorff-Godesberg, Thomas Knieps.

MEHLEM. Seit Ostern wird zwar schon auf dem Kunstrasenplatz des 1. FC Ringsdorff-Godesberg gespielt, am Samstag fand jedoch erst die offizielle Eröffnung des Platzes statt.

Die Begeisterung bei den Fußballsportlern des 1. FC Ringsdorff-Godesberg ist groß. Seit Ostern haben die Fußballer den mit Kunstrasen belegten Mehlemer Sportplatz in Beschlag genommen. Am Samstag fand die offizielle Eröffnung des Platzes durch Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan und die Bad Godesberger Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke statt.

Anita Kirchner vom Vorstand des 1. FC Ringsdorff-Godesberg erinnerte sich noch daran, dass es nicht einfach war, für die große Kinder- und Jugendabteilung des Vereins sowie die Senioren einen Kunstrasenplatz realisiert zu bekommen. Und ohne Kunstrasenplatz ist die Konkurrenz anderer Vereine, die über so eine attraktive Spielfläche verfügen, zu groß. Kinder und Jugendliche würden dann zu anderen Vereinen wechseln. In Mehlem könnte der Kunstrasenplatz jetzt zu neuem Aufwind in der ohnehin schon gut geführten Jugendabteilung führen, schätzten am Samstag bei der Eröffnung zahlreiche Zuschauer.

Die alte Lavaplatzfläche ist Geschichte und dort stand nach starken Regenfällen oft das Wasser. Wenn der Platz dann trocken war, staubte es reichlich beim Spielbetrieb, was dann neben dem zusätzlichen Lärm die Nachbarschaft des Sportplatzes verärgerte. Im Jahr 2012 wurde das Kunstrasenprojekt mit einem Bürgerantrag gestartet, mehrfach vertagt und schließlich mit Hilfe des Sportausschusses der Stadt Bonn auf den Weg gebracht. Das Sport- und Bäderamt kümmerte sich mit dem Architektenbüro Freiraum und dem 1. FC Ringsdorff-Godesberg um die Umsetzung. Das Bauvorhaben brachte auch eine umfangreiche „Muskelhypothek der Vereinsmitglieder“ sowie finanzielle Beteiligungen des Vereins mit sich.

Eine Million Euro wurde investiert – mehr als bei einem normalen Kunstrasenplatz, wie der Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Bonn, Stefan Günther, erläuterte. Die vorhandenen baufälligen Stehtribünen wurden zusätzlich zum Rasenprojekt gegen neue attraktive Stehtribünen ausgetauscht. Erneuert wurden auch die Flutlichtmasten. Die moderne Einzäunung des Platzes soll Schäden durch Vandalismus verhindern. Uwe Scheifgen vom Fußballkreis Bonn betonte, dass „schon bald ganz Bonn auf Kunstrasen spielen kann“. Dies bestätigte auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der am kommenden Wochenende die ebenfalls fertiggestellten Kunstrasenplätze in Beuel und Röttgen eröffnen wird. Günther ergänzte, dass der Kunstrasenplatz in Graurheindorf im September übergeben wird. In Dransdorf haben die Arbeiten begonnen, und in Schwarzrheindorf soll noch in diesem Jahr der Baustart erfolgen. In Planung ist die Errichtung von Kunstrasenplätzen in Bad Godesberg auf dem Heiderhof und am Fußballstadion an der Friesdorfer Straße.

Für den 1. FC Ringsdorff-Godesberg hat der Kunstrasenplatz eine besonders große Bedeutung, denn im nächsten Jahr feiert der Verein sein 100-jähriges Bestehen. Gerade erst ist die Seniorenmannschaft in die Kreisliga A aufgestiegen. In Gesprächen mit den Anwohnern ist es dem Sport- und Bäderamt gelungen, den bislang auf 20 Uhr am Abend begrenzten Trainingsbetrieb auf bis zu 21 Uhr auszudehnen. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden am Wochenende von verschiedenen Jugend-Fußballspielen und einem Fußballspiel der ehemaligen Godesberger Landesliga-Kicker gegen die Traditionself vom 1. FC Köln begleitet, und die Brüder Matthias, Cornelius und Benedikt Rothweiler stellten ihre für den Sportverein komponierte Hymne vor.