Gemeindewerkstatt in Mehlem

Konstruktive Gespräche, viele Ideen

MEHLEM. Gemeindewerkstatt in Mehlem: Wie wird die Kirchenarbeit in den Godesberger Südpfarreien künftig organisiert? Als Vorbereitung auf den Zusammenschluss der katholischen Pfarrgemeinden Sankt Martin und Severin (Südpfarrei), Sankt Marien und Sankt Servatius sowie Sankt Andreas und Evergislus zu einer Pfarreiengemeinschaft, gab es am Samstag einen regen Ideenaustausch im Mehlemer Pfarrheim.

In der dritten Gemeindewerkstatt ging es um künftige Strukturen, die Arbeit der Pastoralgruppe sowie darum, welche Aufgaben dem gemeinsamen Pfarrgemeinderat (PGR) zufallen und welche in den einzelnen Gemeinden bleiben.

Es gehe um 26000 Christen, sagte Gabriele Marks, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Südpfarrei. Da müsse man ganz anders arbeiten als bisher. Die jetzigen Pfarrgemeinderäte sollen künftig als Gemeindeausschüsse weiter tätig sein, und zu ihren Aufgaben werde es gehören, das Gemeindeleben an der Basis zu gestalten.

Dafür wurden laut Marks in sehr konstruktiven Gesprächen zahlreiche Ideen gesammelt und protokolliert, um in der nächsten PGR-Sitzung besprochen zu werden. Denn ein Entscheidungsgremium ist die Werkstatt nicht. Vom Erzbistum war Alexander Valek gekommen, der als zuständiger Pastoralreferent für den Süden die Werkstatt-Teilnehmer in Rechts- und Strukturfragen beriet.

Eins war den Anwesenden, darunter neben PGR-Mitgliedern und Pfarrer Helmut Powalla auch viele Gemeindemitglieder und Gäste aus den Nachbargemeinden, wichtig: "Das Leben in den Pfarreien muss weitergehen. Dafür brauchen wir Optimismus und Vertrauen in die Zukunft."

Deshalb betonte Marks auch deutlich, dass von einer Fusion, also einer Verschmelzung der Pfarreien zu einer Großgemeinde, keine Rede mehr sei: Alle drei Gemeinden bleiben in dieser Pfarreiengemeinschaft bestehen.