NRW-FDP zieht mit 28-Jährigem in den Europawahlkampf

Kleiner Parteitag der NRW-FDP in Bad Godesberg

Moritz Körner beim kleinen FDP-Parteitag in Bad Godesberg.

Moritz Körner beim kleinen FDP-Parteitag in Bad Godesberg.

Bad Godesberg. Die NRW-FDP zieht mit dem 28-jährigen Moritz Körner in den Europawahlkampf. Die Landesvertreterversammlung setzte Körner aus Mettmann auf Platz eins der Liste.

Die nordrhein-westfälische FDP zieht mit dem 28-jährigen Moritz Körner an der Spitze in den Europawahlkampf. Bei der Landesvertreterversammlung am Samstag in der Bad Godesberger Stadthalle erzielte der Landtagsabgeordnete aus Mettmann 74,9 Prozent der Stimmen. In seiner Vorstellungsrede forderte Körner "eine Innovationsoffensive für Zukunftstechnologien in Europa", anstatt die Subventionen für die Landwirtschaft immer weiter zu steigern. Zudem wolle er sich in Brüssel und Straßburg für ein europäisches Kriminalamt zum Schutz vor Terrorismus und für mehr Erasmus-Austauschprogramme für junge Menschen einsetzen.

Auf Platz zwei folgt der frühere Dortmunder Bundestagsabgeordnete Michael Kauch, der sich mit 108 zu 63 Stimmen gegen Beret Roots aus Moers durchsetzte.  

In diesen Wochen stellen alle FDP-Landesverbände ihre Listen auf. Eine bundesweite Europaliste soll dann Ende Januar in Berlin aufgestellt werden. Als Spitzenkandidatin ist FDP-Generalsekretärin Nicola Beer vorgesehen. Dahinter will sich Körner nach eigenen Worten um Platz zwei oder drei bemühen. Kauch soll nach dem Willen der NRW-FDP auf einem der ersten zehn Plätze abgesichert werden. Bei der Europawahl 2014 hatte die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Alexander Graf Lambsdorff nur 3,4 Prozent erhalten. Lediglich drei Abgeordnete der FDP sitzen seitdem im Europäische Parlament.

FDP-Landesparteichef Joachim Stamp forderte in seiner Rede, Europa für die großen Themen zu nutzen, "nicht für Gurken-Krümmungsgrade, sondern für Handelsabkommen". Im Blick auf Abkommen wie Ceta und Ttip müsse Europa "Taktgeber für den Freihandel" werden. Auch bei der Frage der Migration brauche man "mehr Europa" und weniger nationalstaatliche Lösungen, so Stamp.