Auf Parkplatz des Sportparks Pennenfeld

Kita für 100 Kinder soll in Lannesdorf entstehen

Auf dem Parkplatz der Sportanlage ist nach einem Abriss der Neubau einer zweigeschossigen Kita angedacht.

Auf dem Parkplatz der Sportanlage ist nach einem Abriss der Neubau einer zweigeschossigen Kita angedacht.

PENNENFELD/LANNESDORF. Das zweigeschossige Gebäude soll auf dem Parkplatz des Sportpark Pennenfeld gebaut werden und Platz für rund 100 Kinder bieten.

Es sind mehr als 200 Kitaplätze, die laut Verwaltung derzeit im südlichen Bad Godesberg fehlen. Nun soll sich die Situation – zumindest ein wenig – entspannen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat beschlossen, dass auf dem Parkplatz an der Ecke Mallwitz- und Paracelsusstraße ein zweigeschossiges Gebäude gebaut werden soll, das Platz für eine Kita mit sechs Gruppen bietet. Dort könnten künftig rund 100 Kinder betreut werden.

Der Parkplatz gehört zum Sportpark Pennenfeld, er befindet sich direkt an der Turnhalle, die vom Olympic Taekwondo Club Bonn (OTC) genutzt wird. Dass beim Bau einer Kita Stellplätze entfallen, sieht man dort gelassen. „Ich kann den Plan nur befürworten“, sagte OTC-Vorsitzender Aziz Acharki. Mit einer Kita könne der Verein gut kooperieren, eine Betreuungseinrichtung für Kinder belebe den Standort und verändere dessen Ansehen zum Positiven. Zurzeit nämlich stünden auf dem Parkplatz häufig Wohnmobile. „Die Eltern fragen uns schon danach“, so Acharki. Darüber hinaus sei der Parkplatz am Sportpark groß genug, „das wird kein Problem sein“.

Das sieht die Stadt genauso. Die Zahl der Stellplätze auf dem Sportpark-Areal, das insgesamt rund 60.000 Quadratmeter umfasst, sei ausreichend, sagte Isabel Klotz vom städtischen Presseamt. Deshalb könne der rund 3550 Quadratmeter große Parkplatz problemlos bebaut werden. „Wir haben einen hohen Betreuungsplätzebedarf“, so Klotz. Wenn es freie Flächen gebe, „hat der Kita-Bau Priorität“.

Ursprünglich war eine andere Fläche im Gespräch: die Kugelstoßanlage auf dem Sportpark-Gelände. Auf Anregung der Bezirksvertretung hatte die Stadt deren Kita-Tauglichkeit geprüft. Dem Vorschlag standen laut Verwaltung sportpolitische Gründe im Weg. Man wolle sich die Möglichkeit offenhalten, den Sportpark „regionalligatauglich zu ertüchtigen“. Dies sei mit einer Kita auf der Kugelstoßanlage nicht möglich – mit einem Gebäude auf dem Parkplatz schon.

Ein weiterer Vorteil ist laut Verwaltung, dass sich die Flächen bereits im Eigentum der Stadt Bonn befinden. Soll heißen, dass „mit einer zügigen Umsetzung der Baumaßnahme gerechnet werden kann“. Einzig die Zweckbestimmung des Platzes musste geändert werden. Lautete diese vorher „Sportgelände“, änderte der Rat sie mit seinem Beschluss nun auf „Kindertagesstätte“. Und stellte so die Weichen für den Bau und dessen künftige Nutzung.

Wird die Kita auf dem Parkplatz errichtet, werden in diesem Zuge laut Stadt die verbleibenden Grundstücksflächen entsiegelt. So entstehe neben dem Gebäude ein „ausreichend großer Außenbereich mit rund 2000 Quadratmetern“. Die auf dem Areal vorhandenen Bäume sollen möglichst erhalten bleiben, fünf müssen aber voraussichtlich gefällt werden, so die Stadt. Zwei davon fallen unter die Baumschutzsatzung, für sie soll es – falls möglich – Ersatzpflanzungen auf dem Grundstück geben. Auch einige Stellplätze für Kita und Turnhalle soll es nach Auskunft der Verwaltung geben, und zwar im Bereich der gemeinsamen Zufahrt an der Mallwitzstraße.

Es ist nicht die einzige Maßnahme, die auf dem 5600 Quadratmeter großen Teilgrundstück umgesetzt wird zu dem Parkplatz und Turnhalle gehören. Letztere ist nach Auskunft von Acharki derzeit gesperrt und wird in den kommenden Monaten saniert. Unter anderem, so der OTC-Vorsitzende, wird das Hallendach erneuert. Er trainiere derzeit unter anderem mit einem Athleten im Sportpark Nord, nach den Ferien habe die Stadt dem OTC Zeiten in verschiedenen Hallen in Bad Godesberg zugeteilt, darunter in der Gertrud-Bäumer-Realschule und im Sportpark Pennenfeld. Allerdings seien die Zeit- und Platzkapazitäten nicht groß. Daher hoffe er, dass die Sanierung im Januar abgeschlossen sein wird.