Theaterfest in Bad Godesberg

Kirche und Schauspiel suchen den Schulterschluss

Theater trifft Kirche: Daniel Breitfelder und Pfarrer Wolfgang Picken.

Theater trifft Kirche: Daniel Breitfelder und Pfarrer Wolfgang Picken.

Bad Godesberg. Die Mischung aus Theater- und Bürgerfest zog beim Theaterfest Besucher ab mittags in die Bad Godesberger Innenstadt. Eröffnet wurde es mit einem Gottesdienst am Sonntag.

Nicht nur das Theater war an diesem Sonntag dabei, die Innenstadt von Bad Godesberg zu beleben –, auch die Bürgerstiftung Rheinviertel und die katholische Kirche nutzten die Gelegenheit, um die Bürger anzusprechen und ihnen im Rahmen eines Familien- und Kinderfests und in Kooperation mit dem Schauspiel ein buntes Programm zu bieten.

Ein ausgiebiger Gottesdienst unter freiem Himmel mit Pfarrer Wolfgang Picken, den 14 katholischen Kindertagesstätten sowie Pippi Langstrumpf als Ehrengast bildete den theatralischen Startschuss für einen unterhaltsamen Nachmittag, der in dieser Form erstmals stattfand. Vor allem für den Nachwuchs gab es dabei viel zu tun: Die drei katholischen Familienzentren und die Jugendreferenten mit den Jugendleiterrunden der Godesberger Gemeinden hatten auf dem Platz vor der Fronhofgaleria unter dem Motto „Sommernachtstraum“ unter anderem ein Bobby-Car-Rennen und diverse andere Aktivitäten präsentiert, während die Flüchtlingshilfe Bad Godesberg, die ebenfalls mit im Boot war, für das kulinarische Angebot zuständig war. Die Bürger kamen schon am Mittag.

Die Kopplung von Theater- und Familienfest ist der zweite Schritt einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Theater im Schauspielhaus, der Bürgerstiftung und der katholischen Kirche. Die kulturellen und sozialen Aspekte des Stadtbezirks sollen dadurch hervorgehoben werden und Synergien entstehen, betonten Kirche und Theater. Räumlich herrschte am Sonntag dennoch eine gewisse Trennung zwischen den zahlreichen Aktionen der Theaterleute und dem Familienprogramm an Michaels- und Fronhof. Letzterer war ein Paradies für bastelfreudigen Nachwuchs, der Masken, Taschen, Knet- und Stockpuppen kreieren konnte. Mit dem Fußballkäfig für Miniduelle rund um den Ball, einem Balancier-Parcours sowie einer regelmäßigen Schnitzeljagd durch die Godesberger Innenstadt wurde auch dem Bewegungsdrang der Kinder Rechnung getragen. Dennoch nutzten viele Bürger die Chance, auch mit dem Theater in Kontakt zu treten und das Schauspielhaus neu oder auch erstmalig für sich zu entdecken – ganz so, wie es sich die Organisatoren gewünscht hatten. Bleibt zu hoffen, dass sich daraus eine Nachhaltigkeit entwickelt, von der alle Beteiligten profitieren könnten.