Für den Ausbau der Koordination

Katholische Kirche gibt 30.000 Euro für Flüchtlinge

BAD GODESBERG. Das Geld soll in die Koordination der ehrenamtlichen Arbeit in Bad Godesberg fließen.

Weitere 30.000 Euro will die Katholische Kirche für den Ausbau der Flüchtlingskoordination zur Verfügung stellen. "Die Erfahrung am Runden Tisch zeigt, wie wichtig eine gute Koordination und Vernetzung der Flüchtlingshilfe ist. Da die Zahl der Flüchtlinge weiter steigt, wollen wir hier investieren", sagt Dechant Wolfgang Picken.

Auch brauche es weitere Ressourcen, um die vielen Aufgaben zu bewältigen, die mit der Gründung von zwei neuen Wohnheimen in Bad Godesberg - an der Karl-Finkelnburg- und an der Koblenzer Straße - auf die Flüchtlingshilfe zukämen. "Die Organisation ehrenamtlicher Hilfe für solche Projekte, zumal wenn sie so aus dem Stand heraus geschehen muss wie bei der Michaelsschule, braucht zumindest für die Startphase auch professionelle und hauptamtliche Kräfte."

Im November 2015 hatte die Katholische Kirche die Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe im ersten Godesberger Flüchtlingswohnheim an der Friesdorfer Straße übernommen. Dafür wurde Gemeindereferent Clemens Rieger zu Teilen freigestellt. Er koordiniert seitdem den Einsatz von knapp 50 Helfern, die sich um die rund 100 Bewohner des Wohnheims bemühen. Zudem finanzieren die katholische und die evangelische Kirche gemeinsam die Halbtagsstelle der Flüchtlingskoordinatorin des Runden Tisches.

"Wir können uns vorstellen, den Umfang der Koordinationsstelle des Runden Tisches mit unseren Mitteln zu erhöhen oder eine eigene Koordinatorin für die Flüchtlingsarbeit der Katholischen Kirche einzustellen", sagt Picken und betont, dass man aber favorisiere, die überkonfessionelle Arbeit des Runden Tisches zu fördern.

Dort sind alle Akteure der Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg gleichberechtigt vertreten. Dazu gehören neben der Stadt Bonn, der Bezirksvertretung Bad Godesberg, den Kirchen und bekannten Hilfswerken auch die Initiativen und Vereine der Flüchtlingshilfe und das Quartiersmanagment verschiedener Stadtteile Godesbergs sowie eine Moscheegemeinde. "Dieser Zusammenschluss ist einmalig und geradezu ein Vorbildmodell für die soziale Arbeit im Stadtbezirk", findet Dechant Picken. Es sei positiv zu erleben, wie nützlich allen Beteiligten der Austausch und die Zusammenarbeit sei.

"Auch ist spannend zu erleben, wie etabliert in Pennenfeld und Lannesdorf bereits das jeweilige Quartiersmanagment ist. Von hier gehen wertvolle Impulse und Hilfsangebote aus", so Picken. Besonders hervorzuheben sei auch der Einsatz von Coletta Manemann, städtische Integrationsbeauftragte.

Die schönste Erfahrung am Runden Tisch sei aber, dass nicht bedeutend sei, wer die Arbeit leiste - , egal ob das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt oder die Kirchen. Wichtiger sei allen Beteiligten, dass die Arbeit den Betroffenen zugutekommt. "Es geht am Runden Tisch um die Flüchtlinge und jeder bringt seinen Teil dazu ein. Diese fruchtbare Kooperation wollen wir fördern."