Eine Festmesse zum Abschied

Kaplan Emmanuel Ndayambaje kehrt zurück nach Ruanda

Kaplan Emmanuel Ndayambaje, der für knapp vier Jahre in Bad Godesberg gearbeitet hat, kehrt in sein Heimatland Ruanda zurück.

Kaplan Emmanuel Ndayambaje, der für knapp vier Jahre in Bad Godesberg gearbeitet hat, kehrt in sein Heimatland Ruanda zurück.

Bad Godesberg. Neuanfang für Clemens Rieger in Overath.

Wenn Kaplan Emmanuel Ndayambaje auf seine Zeit in Godesberg zurückblickt, ist er dankbar dafür, wie offen die Menschen ihn aufgenommen haben. "Sie haben mir vertraut, dass ich etwas zu geben habe", so der Kaplan. "Und ich habe mich mit ihnen entwickelt."

Als der 2004 in Ruanda zum Priester geweihte Theologe 2010 zum Promovieren nach Deutschland kam, kannte er die europäische Kultur nur aus Büchern. Ndayambaje wohnte bei einer Familie in Köln-Porz, wo er die deutsche Sprache lernte und zum Kaplan zur Aushilfe ernannt worden war.

Die gleiche Ernennung führte ihn im August 2012 nach Godesberg in die katholische Kirchengemeinde Sankt Martin und Sankt Severin. Schwerpunkt seiner seelsorgerischen Tätigkeit war die Jugendarbeit. "Mit Kindern zu arbeiten, macht viel Freude", sagt der 43-Jährige.

Er habe den Jungen und Mädchen angemerkt, dass in ihren Familien positiv über ihn geredet und er als Mensch geschätzt wurde. "Kinder können nicht lügen." Neben der Jugendarbeit kümmerte sich Kaplan Emmanuel auch um Einzelseelsorge und Sakramentenpastoral.

Seit Oktober 2011 war er zudem Promotionsstudent an der Universität Bonn und wird seine Promotion in diesem Jahr bei den Steyler Missionaren in Sankt Augustin abschließen. "Ich hatte kein Stipendium, habe immer nebenbei gearbeitet und dann noch die Sprache gelernt", so der Kaplan.

"Das braucht Zeit." Nach seiner Rückkehr möchte der Ruander mit dem "Abschiedsgeschenk" aus Spendengeldern in seinem Heimatdorf Ngamba eine Zisterne bauen lassen. "In Afrika ist es nicht selbstverständlich, dass man Wasser hat", erklärt er.

Auch Clemens Rieger verabschiedet sich nach zwei Jahren als Gemeindereferent aus dem Seelsorgeteam. Der 59-Jährige hat sich nach einem Burn-out ganz bewusst für einen Neuanfang in Overath entschieden. "Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge", so Rieger. "Aber es ist gut, noch einmal neu anzufangen und sich neu zu sortieren."

Am Sonntag findet um 11.15 Uhr in der St.-Albertus-Magnus-Kirche eine von Pfarrer Wolfgang Picken zelebrierte Festmesse mit anschließendem Empfang auf dem Kirchplatz statt - zur Verabschiedung von Kaplan Emmanuel Ndayambaje und Gemeindereferent Clemens Rieger sowie Begrüßung von Jugendreferentin Carola Bialdyga und Diakon Gerd Klein.