Konrad-Adenauer-Gymnasium in Pennenfeld

Jungautor Paul Bühre liest aus seinem Buch "Teenie Leaks"

Paul Bühre liest im Konrad-Adenauer-Gymnasium aus einem Erstlingswerk. FOTO: RONALD FRIESE

Paul Bühre liest im Konrad-Adenauer-Gymnasium aus einem Erstlingswerk.

PENNENFELD. "Coole Aula hier." Der 16-jährige Schüler und Autor Paul Bühre aus Berlin war sichtlich beeindruckt. Im Konrad-Adenauer-Gymnasium las er am Mittwochvormittag vor Schülern der achten, neunten und zehnten Klassen aus seinem aktuellen Buch "Teenie Leaks".

"Hätten wir ein Buch über uns geschrieben, es hätte nicht so werden können - jedenfalls nicht so gut", meinten die Achtklässler Fabio, Fedor und Leon ihrerseits beeindruckt.

Bühre, Schüler eines Berliner Gymnasiums, hat ein Buch über seine Generation geschrieben. Geschichten über die Welt, wie sie Jugendliche sehen - Geschichten aus dem Alltag in der Schule, über soziale Netzwerke, Mobbing, Drogen, Verliebtsein, Klamotten und Eltern.

Und Gruppendynamik. "Denn nichts ist verwirrender als die unterschiedlichen Gruppen an meiner Schule", berichtete Bühre. Diese Gruppen teilte er im Wesentlichen in drei ein: "Die »Gangster-Antischulgruppe«, also meine Gruppe, die der Spät-Pubertierenden, Weicheier und Nerds und die dritte Gruppe, die komplizierteste: alle Mädchen aus meiner Klasse." Diese Gruppe, so Bühre, sei ein einziger "Dschungel aus Lügen und Verschwörungen. Der reinste Thriller."

Locker im Umgangston, unterhaltsam in seinen Antworten auf die Fragen der Schüler, präsentierte sich der Jungautor nicht nur beim Vorlesen. Die Inspiration zu dem Buch hatte er über ein Praktikum in der Redaktion des "Zeit"-Magazins bekommen: "Schreib doch mal was über Deinen Schulalltag", hatten seine journalistischen Betreuer den Gymnasiasten damals aufgefordert.

"Dann kam ein Agent, und ich hatte einfach Glück", meinte er bescheiden. Da er neben seinen Hobbys Gitarre spielen, Klettern und Capoeira tanzen auch gerne malt, hat er die Publikation auch gleich selbst illustriert.

Gute Nachrichten hatte Bühre für alle Eltern von Teenagern in Sachen Klamotten im Gepäck: Die Hosen befänden sich heute wieder dort, wo sie hingehörten - nämlich auf der Hüfte und nicht darunter. Denn: "Das Leben in der Schule kann mit falschen Klamotten zum Alptraum werden."

Eine Mutter fand die Lektüre von "Teenie Leaks" so anregend, dass ihr Sohn seither auch auf der Playstation spielen darf, berichtete Bühre über einen Mitschüler.

Übrigens: Die Veranstaltung war eine Initiative von Eltern und Schülern.