Heiderhof

Jugenddorfwerk pachtet Haus der Begegnung

Die evangelische Akademie auf dem Heiderhof.

BAD GODESBERG. Das Haus der Begegnung auf dem Heiderhof wird ab September 2016 vom Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) als Tagungshaus weitergeführt. Das hat am Montag die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland bestätigt, in deren Besitz sich das "Haus der Begegnung" mit Pädagogisch-Theologischem Institut (PTI) und Evangelischer Akademie befindet.

Zugleich teilte die rheinische Kirche weitere Einzelheiten mit, die im Rahmen ihrer Sparmaßnahmen nicht länger für den jährlichen Unterhalt von einer Million Euro für das herrlich gelegene Tagungshaus aufkommen will.

Vom ursprünglichen Plan, das Haus der Begegnung zu verkaufen, ist die Landeskirche schon seit Längerem abgerückt. Mit dem CJD, das eng mit der Evangelischen Kirche in Deutschland verbunden ist und Mitglied im Diakonischen Werk ist, wird ein Pachtvertrag geschlossen. Danach wird das CJD, das bereits in Bonn ein Tagungshaus unterhält, das "Haus der Begegnung" als zweite Tagungsstätte weiterführen.

Zugleich wird es an das Pädagogisch-Theologische Institut (PTI) unter Leitung von Professor Gottfried Fermor die notwendigen Büroräume vermieten. Das PTI kann seine Tagungen mit jährlich rund 5000 Übernachtungen weiterhin im "Haus der Begegnung" anbieten. "Die ursprüngliche Nutzungsidee des Hauses bleibt so in neuer Trägerschaft erhalten", teilt das Landeskirchenamt mit.

Allerdings wird die Evangelische Akademie, wie berichtet, das "Haus der Begegnung" verlassen und Büroräume in Beuel beziehen. Die Akademie wird weiter mit vier Studienleitern in den Themenfeldern Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien arbeiten. Die soll ihre mediale Präsenz in Publizistik und Rundfunk weiter ausbauen. Die endgültige Konzeption soll im Januar 2016 von der Landessynode in Bad Neuenahr beschlossen werden.

Das Haus der Begegnung wird in den Sommerferien 2016 umgebaut. Bisherige Büroräume werden zu zusätzlichen acht Gästezimmern umgebaut, so dass in Zukunft 66 Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung stehen. Für einen großen Teil der Mitarbeiter des Hauses der Begegnung wird ein "Betriebsübergang" in das CJD angestrebt. Einige der Mitarbeitenden werden in das PTI übernommen, das um den neuen Bereich Schulseelsorge mit einem Dozenten oder einer Dozentin erweitert wird.