Versteigerung in Bad Godesberg

Indonesische Botschaft und Residenz unter dem Hammer

Blick in einen der Repräsentationsräume der Botschaft.

Blick in einen der Repräsentationsräume der Botschaft.

Friesdorf/Mehlem. Die ehemalige Botschaft von Indonesien und die frühere Botschaftsresidenz in Mehlem werden meistbietend versteigert. Mindestgebot: Eine Million für die Ex-Botschaft, 765.000 für die Residenz.

Die ehemalige Botschaft von Indonesien an der Bernkasteler Straße 2 in Friesdorf sowie die frühere Botschaftsresidenz in Mehlem, Im Hag 24, werden meistbietend versteigert - die Ex-Botschaft zum Startpreis von einer Million Euro zuzüglich Auktions-Courtage, die Residenz zum Mindestgebot von 765.000 Euro.

"Wir waren seit drei Jahren in Verhandlungen mit der indonesischen Regierung", erklärt Auktionator und Leiter der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG, Florian Horbach. "Die Abstimmung war nicht einfach. Indonesien hat dann den Beschluss gefasst, seine Immobilien in Bad Godesberg über eine öffentliche Auktion zu verkaufen - aus Gründen der Transparenz", wie Horbach hinzufügt.

Die frühere Botschaftskanzlei des weltweit größten Inselstaates wurde 1980 für rund 60 Mitarbeiter fertiggestellt. Auf dem knapp 4000 Quadratmeter großen Grundstück mit einer Nutzfläche von etwa 2600 Quadratmetern bot das Land von außen Funktionalität, von innen Luxus. Nach 17 Jahren Leerstand ist die frühere Botschaft "renovierungsbedürftig, die Residenz stark sanierungsbedürftig", sagt Horbach.

Die ein- bis dreigeschossige, teilunterkellerte ehemalige Botschaft der Republik Indonesien verfügt über ein eingeschossiges ehemaliges Garagengebäude, das in der Vergangenheit nach erfolgtem Umbau teilweise als Hausmeisterwohnung und teilweise als Aufenthaltsbereich genutzt wurde. Die Fenster im Keller und Erdgeschoss sind vergittert, Aula und Foyer sind ebenfalls teilweise mit Isolierverglasung und schusssicherer Verglasung versehen.

Die ehemalige Residenz der Republik Indonesien mit einer Grundstücksgröße von rund 2300 Quadratmetern in Hanglage, Baujahr 1965, verfügt unter anderem über ein Außenschwimmbecken, eine Loggia, diverse Schlaf- und Badezimmer sowie teilweise sehr große Repräsentationsräume. Die beiden Gebäude werden am Montag, 12. Dezember, im Kölner Hotel Hilton neben 50 anderen Objekten versteigert.

Die Residenz befindet sich übrigens gleich gegenüber der früheren Residenz Nepals, Im Hag 15, die ebenfalls bis heute leer steht und vor sich hin gammelt. Sollten die beiden Immobilien der Republik Indonesien verkauft werden, stehen dann noch insgesamt elf ehemalige Botschaften beziehungsweise Kanzleien in Bad Godesberg leer.