Michaelskapelle in Bad Godesberg

In trockenen Tüchern

Die Michaelskapelle in Bad Godesberg.

BAD GODESBERG. Hätten Sie's erkannt? Unter der schützenden Folie hat man vor einigen Tagen ein berühmtes Bad Godesberger Bauwerk verborgen. Wobei es sich mit der Popularität der Sehenswürdigkeit bei vielen Einwohnern ähnlich verhält wie mit dem berühmten Propheten im eigenen Lande. Diese Klage jedenfalls ist zuweilen von den echten Liebhabern des Kleinods zu hören.

Um den Schleier zu lüften: Eingepackt wurde die aus dem 17. Jahrhundert stammende Michaelskapelle, deren gesamtes Dach zurzeit für 450.000 Euro saniert und neu mit Schiefer eingedeckt wird.

Und weil die Wintermonate nicht gerade die ideale Jahreszeit dafür sind, der von Giovanni Pietro Castelli geschaffenen Stuckdecke mit ihren Engeln und Ornamenten die Bedachung zu nehmen, übernehmen diese Aufgabe nun Gerüst und Planen.

Triebfeder der Sanierung ist der Förderverein Michaelskapelle, dem es in den vergangenen Jahren gelungen ist, bislang mehr als 400.000 Euro an Fördergeldern zusammenzutragen und 50.000 Euro selbst beizusteuern. Im Frühsommer soll das neue Dach fertig sein.