Lotsenprojekt der Godesberger Katholiken

Hilfe für Arme und Schwache

BAD GODESBERG. Hilfe für Menschen in Nöten bietet ein Lotsenprojekt, das die katholische Kirche in Bad Godesberg unter dem Thema "Option für die Schwachen und Armen" angeht.

Der Diözesancaritasverband und das Generalvikariat haben die Beteiligung an dem Projekt bistumsweit ausgeschrieben, und die Bad Godesberger Kirche gehört zu den ausgewählten Seelsorgebereichen im Erzbistum Köln.

Die soziale Frage ist ein wichtiges Thema für die Gemeinde, und laut Dechant Wolfgang Picken konnte besonders der Hinweis, dass Bad Godesberg intensiv von der Zwei-Welten-Thematik berührt ist und es vor Ort viele soziale Nöte und Spannungen gibt, überzeugen.

"Die finanziellen und seelischen Probleme vieler Bürger werden immer komplexer und tiefgreifender", sagt Picken. Mit herkömmlichen Mitteln gemeindlicher Sozialarbeit käme man nicht mehr weiter. Neue Formen der Sozialarbeit und eine verstärkte Professionalität würden dringend benötigt, um gegen die vielen sozialen Nöte vorzugehen.

Partner des Godesberger Lotsenprojekts ist der Bonner Caritasverband. In den Godesberger Gemeinden engagieren sich viele ehrenamtliche Helfer bei der Caritas. Projekte wie Besucherdienste und Caritaskreis unterstützen Menschen in Not. Innerhalb des Lotsenprojekts sollen die bestehenden Gruppierungen in Godesberg enger zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

Zudem soll im Laufe des Projekts geprüft werden, ob es neue Initiativen und Projekte braucht, wie zum Beispiel eine Erstanlaufstelle oder eine Tafel, schildert Picken. Zum Vorbild für weitere Projekte könne der Mittagstisch in der Südgemeinde werden, wo viele Menschen in regelmäßigen Abständen zum Essen zusammenkommen.

Der Godesberger Pfarrgemeinderat wird sich bei seiner kommenden Klausurtagung mit diesem Thema befassen. Ein Teil der Personalkosten wird im Rahmen des Lotsenprojektes vom Erzbistum Köln finanziert. Die Bad Godesberger Kirche wird zusätzlich Geld zur Verfügung stellen.

Das Ziel des Lotsenprojekts sei, Familien, Kinder und Jugendliche zu begleiten und Menschen mit Beeinträchtigungen, Arme, Kranke und Sterbende zu unterstützen, schildert Picken. "Wer in Not ist, soll sich bei uns angenommen fühlen und jede denkbare Hilfe erfahren."