Platzmangel in Bad Godesberg Hebo-Privatschule hat Probleme mit der Stadt

Vor dem Schulgebäude Am Büchel: die beiden Schulträger Volker Klein (links) und Hans Biegert.

Plittersdorf/Rüngsdorf. Die Stadt Bonn spricht sich gegen die Umwandlung des Internats im Bad Godesberger Villenviertel aus, das der Privatschule gehört. Eine entsprechende Bauvoranfrage des Schulträgers will sie ablehnen.

Die Hebo-Privatschule sucht neue Räume für ihre Oberstufe. Eine Idee ist dabei, einen Ableger des Internats an der Basteistraße aufzugeben. Doch die Stadt spielt nicht mit und will die Bauvoranfrage des Schulträgers ablehnen. Darüber soll der Unterausschuss Bauplanung am 10. Oktober entscheiden.

Die 1978 gegründete Schule hat neben ihrem Hauptstandort Am Büchel einige Ableger. Bereits vor acht Jahren gab es nicht genügend Platz für den Unterricht, so „gingen wir auf die Suche in der Nähe. Das war in einem Wohngebiet nicht so einfach“, sagt Geschäftsführer Volker Klein. So bezog die Hebo die Räume des ehemaligen Internats der Otto-Kühne-Schule, zog dann an die Ecke Rheinallee und Ubierstraße, wo die Schulleitung mit Schriftzügen derzeit ihren erfolgreichen Abgängern gratuliert.

Klinkerbau an der Basteistraße

Es handelt sich um die ehemalige Botschaft von Kamerun. „Wir sind da eigentlich zufrieden“, sagt Klein. Allerdings sei man dort zur Miete. Der Hebo sei es langfristig lieber, für den Unterricht in einer eigenen Immobilie unterzukommen. Den schön gelegenen Klinkerbau an der Basteistraße 51 hätten Klein und Schulträger Hans Biegert gern umgebaut. Dort leben derzeit zehn Schüler des Internats Argo, das wie das Internat GIM von anderen Trägern für die Hebo geführt wird. Die sogenannten Argonauten müssten dann in ein anderes Haus umziehen.

Die Stadt argumentiert zur Basteistraße, dass sich eine Schule in der geplanten Größenordnung von 100 Jugendlichen, die zudem einen überörtlichen Bedarf bediene, nicht in die nähere Umgebung einfüge. Es befinden sich nur Wohnhäuser in diesem Viertel. Probleme gebe es auch mit den vorgesehenen Stellplätzen. Es gebe aber Ausnahmen: Gebäude für kulturelle Zwecke könnten genehmigt werden, wenn sie den Bedürfnisse der Anlieger dienten.

Für die Hebo gibt es derzeit keinen Druck: „Wir haben ja ein langfristiges Mietverhältnis“, sagt Biegert. Er und Klein wollen das Gespräch mit der Stadt suchen. Für sie ist es bei der Suche nach neuen Schulräumen wichtig, dass sie in der Nähe des Haupthauses liegen.

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