Neues Zentrum für Rock- und Popmusik

Hansa-Haus Ende 2015 fertig

BAD GODESBERG. Die Sanierung des Hansa-Hauses geht planmäßig voran. So lautete gestern Nachmittag die zentrale Nachricht bei einem Rundgang mit Katrin Bisping vom Städtischen Gebäudemanagement (SGB) und Peter Jüngling vom Architekturbüro Grotegut über die aktuelle Baustelle in dem Haus an der Ecke Moltkestraße/Alte Bahnhofstraße.

Die Kosten der Maßnahmen am und im Haus liegen bei rund 1,8 Millionen Euro. Ein Betrag, bei dem es nach dem Stand der Dinge auch bleiben wird. "Wir sind da guter Dinge", bestätigte Peter Jüngling.

Bis spätestens Ende August werden auch sämtliche Gerüste abgebaut sein. Dann wird in einem vierten und letzten Bauabschnitt die Ladenzeile an der Alten Bahnhofstraße in Angriff genommen. Ende des Jahres werden im nördlichen Bereich, vis-à-vis des Kinopolis, noch eine zweite Rettungstreppe und ein Aufzug gebaut. Diese führen dann in einen neuen Musikraum, in dem auch öffentliche Konzerte stattfinden können. "Hier können dann rund 130 Leute Platz finden, bestuhlt rund 100", berichtete Jüngling. Der neue Musiksaal, auf einer Ebene mit Platz für ein neues Tonstudio, wird wohl das Schmuckstück des Hauses werden und bildet in diesem Jahr im Rahmen des dritten Bauabschnittes den Schwerpunkt der Arbeiten.

Nach der Brandschau 2012 waren als Sofortmaßnahme mehrere Brandschutztüren eingebaut worden, bestehende Rettungswege instand gesetzt worden und einige Räume des Musiknetzwerkes geschlossen worden, da kurzfristig baulich keine Lösungen möglich waren. Im Jahr 2013 folgte der erste Bauabschnitt. Damals wurden die Fassade und die Fensteranlagen auf der Bahnseite erneuert. "Über die schallisolierenden Maßnahmen hat sich auch die Marinekameradschaft richtig gefreut", erzählte Jüngling schmunzelnd. "Die konnten sich endlich selbst beim Singen hören."

Schwerpunkt des zweiten Bauabschnittes im vergangenen Jahr war die Herrichtung der Räume im ersten Obergeschoss des Nebengebäudes einschließlich der Haustechnik, damit die im Hauptgebäude verbliebenen Vereine, Godesberger Turnverein und Marinekameradschaft, für den nächsten Bauabschnitt in den südlich gelegenen Anbau umziehen konnten. Im vierten Bauabschnitt wird ab August auch der neue Jugendtreff "One World Café" eingerichtet. Durch den Wegzug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) können nun die Ladenlokale an der Alten Bahnhofstraße in Angriff genommen werden. Der DRK-Kleidershop bleibt in verkleinerter Version, der Kiosk rückt dadurch auf und der Jugendtreff erhält den nötigen Platz.

Obwohl das SGB bereits in der Vergangenheit betont hatte, "keine Grundsanierung des Gebäudes" vorzunehmen, bedeuteten die mehrjährigen Arbeiten an dem Haus "eine Stärkung dieses zentralen Orts, insbesondere im Hinblick auf die Rock- und Popmusik", so Bisping. Die 16 Proberäume bleiben erhalten, und das Musiknetzwerk kann zum Jahresende aus seinem Provisorium in der Michaelschule zurückkehren.