Kirche in Godesberg

Handwerker nehmen Kurs aufs Burgviertel

Zu einem pastoralen Zentrum werden Pfarrheim und Pfarrhaus an Sankt Marien umgebaut.

BAD GODESBERG. Die Katholische Kirche sortiert bekanntlich ihre Immobilien in Bad Godesberg neu. Nun hat das Erzbistum mitgeteilt, dass es die Baumaßnahmen genehmigt. Dechant Wolfgang Picken spricht in einer aktuellen Mitteilung von einem "Ostergeschenk aus Köln".

Während sich die Verantwortlichen von einer effizienteren Raumaufteilung langfristig Einsparungen erhoffen, werden in die Pfarrzentren rund um Sankt Marien in der Bad Godesberger Altstadt und um Sankt Servatius aber zunächst einmal knapp sieben Millionen Euro investiert.

Vor Ort wollen die Geistlichen die räumlichen Veränderungen dazu nutzen, die neue Struktur im Dekanat - Stichwort Gemeindefusion - so zu gestalten, dass die persönliche Nähe zu den Gläubigen jedes Alters weiterhin gewährleistet bleibt. Im Einzelnen sind folgende Veränderungen geplant.

In Sankt Marien entsteht laut Plänen ein pastorales Zentrum, das mehrere Versammlungsräume sowie die Pfarrbücherei und Büroräume beherbergen wird. Es soll dem gesamten Seelsorgebereich Bad Godesberg als Versammlungs- und Tagungsort dienen. Dechant Picken zufolge sollen der neu gewählte Pfarrgemeinderat, der Gemeindeausschuss des Burgviertels und der Kirchausschuss von Sankt Marien gemeinsam eine inhaltliche Konzeption entwerfen.

Ein zur Stadt hin geöffnetes Atrium soll eine gute Präsenz der Kirche in der Godesberger Innenstadt symbolisieren. Diese Baumaßnahme wird auf knapp drei Millionen Euro veranschlagt, derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet. Mit dem eigentlichen Baubeginn wird gegenwärtig im Frühsommer gerechnet. Zuvor soll in einer Pfarrversammlung die Gemeinde informiert werden. Eine Eröffnung des Gebäudes ist dann für Spätsommer 2014 vorgesehen.

Derweil haben die Arbeiten in Sankt Servatius bereits begonnen. Dort wird ein neues Kindergartengebäude errichtet, in die der Servatiuskindergarten und das Familienzentrum im Burgviertel einziehen sollen. Die viergruppige Einrichtung wird in den neuen Räumen die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erheblich ausweiten. Das Erzbistum habe laut Picken noch einmal Veränderungen der räumlichen Planungen gefordert, aber grundsätzlich seine Genehmigung erteilt.

"Wir hoffen die fertigen Pläne nach den Osterferien zu erhalten und im Kirchenvorstand verabschieden zu können", sagt Wolfgang Picken. Danach würden nochmals Erzieherinnen und Eltern informiert, eine Verzögerung sei durch die Umplanungen aber nicht zu erwarten. Parallel zu dem Neubau des Kindergartens wird das Pfarrzentrum in Friesdorf umfangreich modernisiert. Im Frühjahr 2014 soll dann ein gänzlich neues Gemeindezentrum eingeweiht werden. Die Kosten wurden zuletzt auf 3,7 Millionen Euro beziffert.

Schließlich teilt die Kirchengemeinde im Burgviertel mit, dass das Erzbistum Köln in dieser Woche auch grünes Licht für den dritten Bauabschnitt der Michaelskapelle gegeben hat. Im Zentrum steht dabei nun die Restaurierung der wertvollen Stuckdecke.